10. Spieltag: HSV Bad Blankenburg vers. HC Elbflorenz 21:28 (14:15)

Auswärtsbeutezug hält an – HC siegt in Thüringen

HC Elbflorenz 2006 | Geschlossene Teamleistung im Spiel gegen HSV Bad BlankenburgAls sich ein paar Minuten nach dem Spiel auf der Dresdner Bank ein kleine Jubeltraube bildete, fand sich darunter Aufbauspieler Martin Petersen wieder. Er hatte keine einzige Minute gespielt, da er sich leider am Donnerstag vor dem Spiel im Training verletzt hatte. Die Mannschaftskollegen hatten ihn jedoch beim Jubeln nicht vergessen und „klopften etwas von der Siegeseuphorie in ihn hinein“. Auch dies ist Mannschaftssport und alle hoffen es trägt zur Heilung bei.

Die Dresdner waren sofort im Spiel und im Rückblick auf die ganzen 60 Minuten gesehen leistete sich die Pysall-Sieben nur wenige Schwächephasen. Die Dresdner starteten nach 34 Sekunden mit einem Tor durch Lars Lumpe. Er war kurz zuvor vom Siebenmeterpunkt gescheitert, hatte sich aber den zurückspringenden Ball gesichert und zum 0:1 eingeworfen. Bis in die 5. Minute hinein hatten die Hausherren allerdings nicht nur den 1:1 Ausgleich hergestellt, sondern auch noch zum 2:1 und 3:1 getroffen. Wobei die Thüringer zuvor gleich 3mal an HC Keeper Marcel Balster gescheitert waren und erst zu Beginn der 4. Minute per Siebenmeter durch Paul Weyhrauch erstmals trafen. Die Sachsen kamen jedoch schnell ins Spiel zurück und gingen durch Tore von Alexander Matschos und einen Doppelschlag durch Dennis Knudsen in der 8. Minute mit 3:4 in Führung. In der Folge gaben die Dresdner den Ton im Spiel an und die Thüringer sollten in den noch knapp 50 zu spielenden Minuten nicht mehr in Führung gehen. Weder Unterzahlspiel noch die offensivere Deckung der Gastgeber brachte die Dresdner zunächst aus dem Tritt. Als Spielmacher Matthias Rudow mit einem Rückhandpass von der Mitte Denny Mertig genial freispielte und der zum 5:9 traf, führte der HC erstmals mit 4 Toren. In den folgenden ca. 10 Minuten hatten die Dresdner allerdings ihre schwächste Phase im Spiel. Schlecht gewählte Würfe und technische Fehler nutzen die Bad Blankenburger um mit 4 Toren in Folge zum 9:9 auszugleichen. Als der HC per Siebenmeter durch Tim-Philip Jurgeleit zum 9:10 in Führung ging, hatten die Dresdner den Angriff der Thüringer auf die Führung abgewehrt. In der 24. Minute hatten die Gäste die Führung wieder auf 3 Tore (10:13) ausgebaut. Die Hausherren blieben jedoch dran und so konnten die Dresdner zumindest eine knappe Führung mit in die Kabine nehmen (14:15).

Zu Beginn der 2. HZ standen die Dresdner Torhüter zunächst im Focus. Sie entschieden das Torhüterduell an diesem Tag klar für sich. HC Elbflorenz 2006 | Starker Marcel Balster und starke Abwehr im Spiel gegen HSV Bad BlankenburgMarcel Balster parierte unterstützt von einer starken Abwehr um Mario Scholz und Rasmus Hansen in den ersten Minuten der 2. HZ gleich 3 Bälle. Außerdem parierte zwischendurch der immer noch nicht ganz genesene Timo Meinl einen Siebenmeter vom Thüringer Paul Weyhrauch. Wenig später hatte eben dieser Meinl dem Thüringer Siebenmeterschützen Weyhrauch anscheinend schon den Zahn gezogen, denn der verschoss erneut. Die Dresdner nutzen die weitestgehend torlose Zeit der Bad Blankenburger und zogen wieder leicht davon. Beim 16:20 in der 42. Minute führten die Gäste so wieder mit 4 Toren. Die Tore zum 16:18 und 16:20 hatten die Dresdner dabei in Unterzahl erzielt. Zweimal nahm sich dabei Rückraumschütze Alexander Matschos ein Herz. In den folgenden 5 Minuten gab es auf beiden Seiten etwas Leerlauf im Spiel. Die Bad Blankenburger verzweifelten ihrerseits immer mehr am erneut stark haltenden Marcel Balster im Tor. Die Dresdner wussten dies allerdings zunächst nicht weiter zu nutzen. Außerdem standen sie zusätzlich dazu in der 2. Halbzeit gleich mehrfach in Unterzahl auf der Platte. So blieben die Dresdner zwar in Führung, verpassten es aber zunächst dem HSV endgültig den Schneid abzukaufen. In der 53. Minuten schien dann aber doch alles vorentschieden als Tim-Philip Jurgeleit, der an diesem Tag ein starkes Spiel machte erneut per Strafwurf für die Dresdner traf. HC Elbflorenz 2006 FanblockMehr als auf 4 Tore kamen die Hausherren bis zum Ende nicht mehr heran, da half auch eine offensivere Deckung der Mannschaft von Heimtrainer Frank Ihl nichts. Die Dresdner bauten in den Schlussminuten den Vorsprung weiter aus und erzielten vor allem in Person von Kreisläufer Jörg Reimann noch sehenswerte Tore. So gewannen die Gäste am Ende auch in der Höhe nicht ganz unverdient mit 21:28. Die Dresdner jubelten wenig später mit ihren mitgereisten Fans, welche die Mannschaft wieder toll unterstützt hatten.

Fazit: Zweites Spiel der „Auswärtstour“ gewonnen und nun 3mal am Stück ungeschlagen. Die Gegner alles andere als Laufkundschaft. Der HSV hat nun die letzten 3 Partien gegen die Sachsen nicht gewonnen. Der vor dem Spiel vom HSV-Trainer Ihl proklamierte zu begleichenden „offenen Rechnung“ aus der Saison 2011/2012, haben die Dresdner quasi einen Zahlungsaufschub vorgeschoben. Aus dem „gefühlten Klassiker“ wurde für die Thüringer nun zunächst „gefühlter Abstiegskampf“. Der Sieg an sich fiel für die Dresdner jedoch überraschend hoch aus. Eine Überraschung war der Sieg aber nicht, denn die Mannschaft ist auswärts zu starken Leistungen in der Lage. Die Basis für den Sieg bildete erneut eine starke Abwehr-Torhüter-Kombination. Außerdem konnten fast alle Feldspieler sich in die Torschützenliste eintragen. Außerdem schaffen es die Dresdner zunehmend konstanter zu spielen und kleine Tiefs auch mal clever zu umschiffen.

Tore: Jurgeleit 6, Rudow 3, Scholz 1, Hansen 1, Reimann 2, Mertig 2, Lumpe 1, Kaiser 1, Matschos 6, Kovanovic 1, Knudsen 4, Grießbach, Balster/Meinl (beide Tor)

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