1. Spieltag: HC Elbflorenz - MSG Groß-Bieberau/Modau 31:32 (16:18)

Auftaktniederlage! - Gegner nutzt Dresdner Selbstfindungsprobleme

HC Elbflorenz 2006 vs. MSG Gr.-Bieberau/ModauUm in bester Sportstudionmanier das Fazit vorzuziehen: Die Gäste aus Hessen gewannen am Ende verdient wenn auch knapp. Sie erlaubten sich nur ganz wenige Fehler und blieben auch in engen Situationen ruhig. So spielt eine Mannschaft, welche man getrost zum engeren Favoritenkreis zählen kann.

Die Dresdner begannen das Spiel wie oft in der Vorbereitung. Sie fanden einfach nicht in die Partie. Die Groß-Bieberauer begannen das Spiel wie oft in ihrer Vorbereitung. Sie waren sofort präsent und erlaubten sich keine Fehler. Dementsprechend führten sie schnell mit 4:0. Die Dresdner brauchten bis in die 7. Minute um durch Rechtsaußen Denny Mertig das 1:4 zu erzielen. Gut 20 Minuten blieb es das gleiche Spiel. Die Dresdner fanden in der Abwehr keine Mittel und vorne zu oft nicht den zündenden Gedanken. Erst die Hereinahme von Spielmacher Matthias Rudow brachte vermehrt Struktur ins Dresdner Spiel. Das 4:6 durch Alexander Matschos  in der 10. Minute war nur eine kurze Zwischenepisode. Die Spieler aus Hessen zogen ihre Kreise und hatten vor allem durch das Aufbautrio, Malik, Paul und Baumgärtel immer die passende Antwort parat. Die Dresdner ließen die erste kurze „Schwächephase“ der MSG zwischen der 21. und 25. Minute verstreichen und scheiterten im Konter wie vom Siebenmeterpunkt. Ein wirkliches Manko an diesem Tag war die Treffsicherheit beim Strafwurf, denn drei Fehlwürfe vom Siebenmeterpunkt taten am Ende richtig weh. Insgesamt war man aber ab der 20. Minute besser im Spiel. Die umgestellte offensivere Abwehr kam jetzt gegen den Groß-Bieberauer Aufbau besser zum Zuge. Auch im Angriff lief es zusehends besser und so konnte der HC bis zur Halbzeit auf 16:18 verkürzen. Wobei vor allem im letzten Drittel der 1. HZ Dennis Kundsen auf der Halbrechten Dresdner Seite die Akzente setzte. Er traf zwischen 21. und 27. Minute 5mal in den Kasten der Hessen. Auch wenn man den Dresdnern eine Steigerung in der Abwehr bescheinigen konnte, 18 Gegentore waren einfach zu viel.

Die 2. HZ brachte nach 30 Sekunden das 17:18 durch Dennis Knudsen. Die Hessen antworteten durch Nils Arnold zum 17:19. Die Dresdner blieben dran und verkürzten durch einen an diesem Tag starken Tim-Philip Jurgeleit zum 18:19. Er erzielte wie Dennis Knudsen am Ende 7 Tore. Bis zum 20:21 ging das Spielchen so weiter. Dann zogen die Mannen um den an diesem Tag besten Hessen Steve Baumgärtel wieder auf 20:23 davon. Auch in dieser Phase nahmen die Dresdner gleich mehrere Einladungen das Spiel zu drehen nicht an. Auch hatten die Hessen an diesem Tag auf der Torhüterposition die Nase vorn, was gerade zu Beginn beider Halbzeiten bessere Zwischenstände für die Hausherren verhinderte. In der 2. HZ stand die Dresdner Abwehr insgesamt um einiges besser und zwang die Hessen gleich dreimal ins Zeitspiel. Kapital daraus schlagen konnte man jedoch daraus nur einmal. In den anderen beiden Situationen kassierte man eine Siebenmeter bzw. ein abgefälschtes Tor. Wenn den Dresdnern an diesem Tag etwas bescheinigt werden konnte, dann eine starke kämpferische Leistung. So blieb man dran und konnte durch Treffer von Martin Kaiser und Dennis Knudsen den 30:31 Anschluss herstellen. Die MSG erhöhte jedoch vom Siebenmeterpunkt auf 30:32. Als Martin Kaiser 40 Sekunden vor Ende das 31:32 erzielte war zumindest die Hoffnung auf einen Punkt noch da. Der Gast spielte jedoch geschickt die Zeit herunter und gewann knapp mit 31:32.

Das Fazit im Bezug auf den Gast stand zu Beginn des Berichtes. Das Fazit zum Heimteam ist ähnlich ambivalent wie die Vorbereitung. Während die ersten 15 Minuten zum vergessen waren, konnte die Mannschaft 45 Minuten im Positionsangriff überzeugen. Auch die 13 Gegentore in der 2. HZ waren gegen starke Hessen absolut im Soll. Auf der anderen Seite ließen die Dresdner zu viele Hundertprozenter weg. Während die Hessen die Vorbereitung vor dem Spiel gegen den HC abgeschlossen hatten, hatte man bei den Hausherren das Gefühl, dass sie noch dieses Spiel gebraucht haben um zu sehen wo man steht. Und genau aus dem Grund, dass die MSG im Gegensatz und den Dresdnern keine solchen Selbstfindungsprobleme hatte, ging das Spiel verloren. Im diesem Sinne kann die Saison nun nächste Woche in Pirna richtig starten.

Tore: Jurgeleit 7, Rudow 4, Hansen, Reimann 1, Mertig 3, Petersen 3, Grießbach, Kaiser 2, Matschos 4, Kovanovic, Knudsen 7, Meinl/Balster (beide Tor)

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