30. Spieltag: HC Aschersleben vers. HC Elbflorenz 26:29 (11:18)

HC Elbflorenz schließt erfolgreiche Saison mit Sieg ab

HC Elbflorenz 2006 | Martin KaiserDer Vorhang ist gefallen und die zweite Drittligasaison für den HCE ist Geschichte. Die Sachsen schlossen die Saison so ab wie sie insgesamt war, nämlich erfolgreich. Besonders hervorzuheben ist dabei die tolle Unterstützung der mehr als 40 mitgereisten Fans, die das Spiel über weite Strecken zu einem Heimspiel machten. Die Mannschaft bedankte sich dafür mit einem Sieg. Beim HC Elbflorenz endete mit diesem Spiel eine kleine Ära, denn für viele Spieler die den Verein aus der Oberliga Sachsen bzw. Mitteldeutschen Oberliga in Regionalliga und dort zum Klassenerhalt sowie nun zu Platz 5 führten, war es die letzte Partie für den HCE. Diesen Spielern wurde auf den unterschiedlichsten Wegen schon für ihren Einsatz gedankt und man wird sich immer wieder gerne an sie erinnern. Der HC Elbflorenz hat damit in den letzten beiden Jahren einen enormen Umbruch vollzogen. Ein Umbruch der sicher nicht immer für jeden leicht war. Jedoch für gute Spieler kommen in vielen Vereinen in der Welt wieder andere gute Spieler. Diese setzten dann neue Reize, eröffnen neue Möglichkeiten, schreiben neue Geschichten, gewinnen neue Sympathien und stellen sich neuen Herausforderungen. Dies ist nicht nur der Lauf der sportlichen Dinge.

Die Grundlage für den späteren Sieg legten die Dresdner vor allem in der 1. Halbzeit. Auch wenn der Beginn auf beiden Seiten etwas stockend war, war früh zu erkennen, dass dem HC Aschersleben die nötige Durchschlagskraft im Angriff fehlte. Natürlich war dies auch ein Ergebnis der erneut starken Dresdner Abwehr mit einem erneut überragenden Timo Meinl dahinter. So führten die Dresdner nach 10 Minuten 4:0. Bis zur 18. Minuten konnte das Heimteam aus Sachsen-Anhalt noch mithalten (5:9), musste die Dresdner dann aber zunehmend ziehen lassen. Die Gäste trafen jetzt 4mal in Folge ohne Gegentreffer und führten so in der 26. Minute mit 13:5. Der 18:11 Halbzeitstand für die Dresdner war ein Ausdruck ihrer klaren Dominanz.

Bis zur 44. Minute hatten die Dresdner den Vorsprung fast komplett aufgebraucht, denn da erzielten die Hausherren den 22:21 Anschlusstreffer. Der HC Elbflorenz, welcher auf einigen Positionen gewechselt hatte, verlor für eine gute Viertelstunde den kompletten Rhythmus und leistete sich immer wieder leichte Fehler. Dies nutzen die im Positionsangriff eher limitierten Gastgeber um Kontertore oder Tore aus der 2. Welle zu erzielen. Trotzdem hatte man nicht das Gefühl, dass das Spiel noch vollends kippen könnte. Auch eine 4:6 Unterzahl zwischen der 50. und 52. Minute überstanden die Dresdner sehr gut. Überhaupt befanden sich die Gäste im 2. Spielabschnitt immer mal wieder in Unterzahlsituationen wieder. Alle seine 6 Zeitstrafen kassierte der HCE in der 2. Halbzeit. Ein Siebenmetertor durch Jörg Reimann zum 23:21 und der Treffer zum 24:21 durch einen an diesem Tag sehr starken Alexander Matschos brachten dann wieder ein kleines Polster für die Sachsen. Vor allem Alexander Matschos traf an diesem Tag aus allen Lagen und auf allen Positionen. Am Ende konnte er 13 Tore bei 15 Versuchen auf sich verbuchen. Mit dem 5-fachen Torschützen Martin Kaiser, kamen beiden zusammen so an diesem Tag auf fast zwei Drittel der HCE-Treffer. Bis zum Ende kamen der HC Aschersleben nicht mehr auf mehr als 2 Tore heran und so gewannen die Dresdner am Ende verdient mit 29:26. Auch weil der HC Elbflorenz in der 1. Halbzeit klar besser war und in der 2. Halbzeit einfach cleverer.

Fazit: Mit dem 7. Sieg in Folge und einer sehr starken Rückrunde sammelten die Dresdner insgesamt 39 Punkte und Platz 5 ein. Der handballerische Unterschied zu Aschersleben war vor allem in der 1. HZ ein Klassenunterschied. In der 2. Hälfte machte man es unnötig spannend, behielt aber in den wichtigen Momenten die Nerven. Dem HC Aschersleben wünscht man in der Relegation alles Gute, auch weil man nicht vergessen hat, dass es Protagonisten im sächsischen Handball gibt die von einem Verbleib des HCA in der 3. Liga profitieren würden. In diesem Sinne schöne Grüße an die frühere Konkurrenz aus Hoyerswerda.

Tore: Matschos 13, Kaiser 5, Rudow 1, Desler, Scholz, Hansen, Reimann 3/2, Mertig, Petersen, Grießbach 1, Kovanovic 4, Knudsen 2/1, Meinl/Balster (beide Tor)

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