30. Spieltag: HC Aschersleben - HC Elbflorenz (Vorschau)

Zum letzten Saisonspiel nach Aschersleben

Gegner des HC Elbflorenz 2006 im letzten Heimspiel des Jahres 2013Mit einem jetzt schon sicheren Platz 5 im Gepäck fahren die Dresdner zum letzten Spiel der Saison nach Aschersleben. Beim dort ansässigen HC ist allerdings nur eines sicher, wollen die Ascherslebener in der 3. Liga bleiben, müssen sie die Relegation gegen den Drittletzten der 3. Liga Nord gewinnen. Das die Sachsen-Anhaltiner die Relegation spielen steht nach dem jetzigen Kenntnisstand fest, denn selbt bei einer Niederlage des HCA gegen Dresden und einem gleichzeitigen Erfolg des MTV Vorsfelde gegen den Meister aus Baunatal, würde der HCA bei Punktgleichheit in die Relegation gehen. Grund dafür ist, dass er im direkten Vergleich zum MTV besser dasteht. Für die Alligators, so nennt sich der Club selbst, geht es gegen den HC also lediglich noch darum den Spielrythmus zu halten und sich vielleicht achtbar aus der regulären Saison zu verabschieden. Dabei ist HCA Trainer Fillipov in einer nicht ganz leichten Situation, denn die Relegationsspiele sind für den Club überlebenswichtig. Was also tun? Die Stammspieler schonen oder nur dosiert einsetzen, um vielleicht auch Kräfte zu sparen und zusätzliche Verletzungen auszuschließen, oder mit voller Kapelle agieren, um gegen einen guten Gegner noch einmal den Ernstfall zu testen? Die Dresdner müssen dies zum Glück nicht entscheiden, sie hatten mit dem Abstieg in diesem Jahr aber auch garnichts am Hut. Das der HCA überhaupt in dieser Saison in der 3. Liga Ost antrat, war kurz nach der Saison 2012/2013 auch nicht zu 100 Prozent sicher, plagten die Sachsen-Anhaltiner doch fianzielle Probleme. Sollte sich nach den Relegationspielen herausstellen, dass in dieser Saison beim HCA alles auf soliden finanziellen Füßen stand und  das der HCA trotzdem absteigt, wäre das für die Alligators auch darum bitter, weil mit der SG Wallau erneut ein Team in der 3. Liga Ost aktiv war, was seinen sportlichen Erfolg auf keine gesunde finanzielle Basis gestellt hat. Eine ähnliche Rolle spielte im letzten Jahr die TG Münden, welche durch die Nachwirkungen der letzten Saison schon früh als deutlicher Absteiger feststand. So ist für die Dresdner etwas ungewiss wie der letzte Gegner in dieser Saison agieren wird. Nimmt man an das der HCA voll durchzieht, haben die Dresdner ein schweres Auswärtsspiel vor der Brust.

Egal wie der HC Aschersleben gegen die Dresdner agiert, der HC muss mit der Favoritenrolle in Sachsen-Anhalt leben. Die eigene Tabellenplatzierung unterstreicht diese Rolle. Die Dresdner können mit dieser Rolle gut leben. Zudem sind die Sachsen ein sehr gefestigtes Auswärtsteam und haben zuletzt 6 Spiele in Folge gewonnen. Auch für das Spiel gegen Baunatal kann Trainer Peter Pysall auf alle Spieler zurückgreifen. Mit Ausnahme von Tim Philip Jurgeleit, der derzeit eine umfassende Reha durchläuft. Ganz abgesehen von der Favoritenrolle wollen die Dresdner natürlich auch ihren zahlreich mitreisenden Fans noch einmal ein gutes Spiel mit 2 Punkten bieten. Auch ist es für die scheidenden Spieler letztmalig die Chance mit ihrem Team 60 Minuten Drittligahandball zu genießen. Gehen wir es an!

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