25. Spieltag: HC Elbflorenz vers. HSV Bad Blankenburg 26:23 (13:14)

HC Elbflorenz gewinnt intensives und stimmungsvolles Spiel

HC Elbflorenz 2006 | Denny MertigEs war kein Spiel, was besonders von Qualität geprägt war. Ebenso wurden auch nicht intensiv Tore geworfen. Es war allerdings ein nervlich intensives Spiel, da immer eng im Spielverlauf. Zudem arbeitenten beide Abwehrreihen in Kombination mit den Torhütern stark daran, Tore des Gegners zu verhindern und die Fans auf beiden Seiten arbeitenten an der Stimmung. Nach dem Sieg der Dresdner gegen die alten Freunde aus Thüringen wurde es allerdings noch etwas intensiver, nämlich das Bad Blankenburger „Dresden Trauma“. Dabei wissen die Dresdner, von was sie reden. Sie brauchten Jahre, um ihr „Leipzig-Trauma“ zu besiegen. In diesem Sinne können wir gerne den aktuellen Stand bei beiden Traumata noch um ein paar Jahre verlängern.

Die Dresdner begannen mit einem Ballgewinn das Spiel, was jedoch auf Seiten der Hausherren nicht zur Sicherheit beitrug. Was folgte, waren zwei Treffer der Gäste und zwei Fehlwürfe aus dem Dresdner Aufbau. Das erste Tor der Dresdner von Martin Petersen per Unterhandwurf beantwortenten die Thüringer umgehend mit einem Treffer von HSV Aufbauspieler Paul Weyhrauch. In der Folge kamen die Sachsen etwas besser ins Spiel und glichen zum 3:3 aus. Allerdings währte diese Phase nicht wirklich lange und so lagen die Hausherren wenig später mit 3:5 zurück. Konnte Timo Meinl das 3:6 noch durch einen gehaltenen Strafwurf verhindern, hatten die Dresdner 3 Minuten später (16. Minute) komplett den Faden verloren und lagen mit 5:8 zurück. Bis zur Auszeit in der 20. Minute durch Heimtrainer Peter Pysall machten die Gäste weiterhin den etwas besseren Eindruck und führten so in eben dieser 20. Minute sogar mit 11:7. Bis zur 26. Minute hatten die Dresdner diesen Vorsprung allerdings wieder egalisiert. Dies lag an einem Treffer von Alexander MatschosHC Elbflorenz 2006 | Alexander Matschos, dem erneut sicheren Strafwurfschützen Jörg Reimann sowie dem nach seiner Einwechslung stark aufspielenden Philipp Grießbach auf Halbrechts. Ihm gelang es an diesem Tag klug seine Nebenleute einzusetzen, wie z. B den gut spielenden Denny Mertig auf der rechten Außenbahn. Er erzielte in dieser Phase bspw. das 11:9 und 11:11. Außerdem vernagelte der ins HCE Tor gewechselte Timo Meinl mit 5 Paraden in Folge für 5 Minuten komplett das Dresdner Tor. Der HSV erholte sich jedoch wieder und konnte durch zwei Treffer vom Marcel Werner wieder auf 13:11 davonziehen. HCE Spielmacher Matthias Rudow und Außen Vladan Kovanovic glichen jedoch für die Dresdner wieder aus (13:13). Was die Thüringer nicht daran hinderte fast mit dem Pausenpfiff aus der schnelle Mitte heraus sehenswert zur 14:13 HSV Führung einzuwerfen.

HC Elbflorenz 2006 | Jörg ReimannDie Partie sollte in der 2. HZ weiter an Intensität zunehmen. Bis zur 50. Minute schaffte es keine Mannschaft mit mehr als einem Tor in Führung zu gehen. Beide Mannschaften hatten so ihre Probleme in der Spielführung. Zudem leisteten sich die Hausherren im schnellen Ballvortag immer wieder Fehler. So musste halt der Kampf her und beide Mannschaften nahmen diesen an. Man hatte das Gefühl, dass die Mannschaft die als erstes den Minivorsprung von 2 Toren realisiert, das Spiel am Ende gewinnen wird. So war es die Halbzeit der kleinen Geschichten. Wie z. B. die beiden Matschos-Tore zum 15:15 und 21:20, ersteres bei angezeigtem Zeitspiel, letzteres mit Gewalt in den Winkel oder der Treffer von Rasmus Hansen am Kreis zum 17:17, welchen er im Fallen faktisch ohne Blickkontakt zum Tor realisierte. In den letzten 8 Minuten stellten die Gäste auf eine offensive 4:2 Abwehr um. Auch wenn bei den Dresdnern zunächst etwas die Feinjustierung für 4:2 Deckung fehlte, konnte der in der Schlussphase starke Jörg Reimann am Kreis frei gespielt werden. So schien in der 55. Minute mit den Treffern zum 23:21 und 24:21 alle Messen gelesen. Schon zwei Minuten später sahen sich die Dresdner jedoch zu einem Team-Timeout gezwungen, da der HSV Dresdner Fehlwürfe dazu genutzt hatte auf 24:23 zu verkürzen. In der 58. Minute kassierten die Thüringer dann eine Zeitstrafe und wenig später in Unterzahl das 25:23. Zu dieser Zeit waren noch immer 2:30 zu spielen und das Spiel blieb weiterhin spannend. Einen Fehlwurf von Alexander Matschos glich der HCE Aufbauspieler dadurch aus, dass er dem zum Konter gestarteten HSV Rechtsaußen Meter um Meter Vorsprung abnahm und den Ball regelgerecht herauspitzelte. Eine Szene, die aufgrund der „Ausmaße“ des HCE-Spielers auf jeden Fall in Erinnerung bleibt. Es war eine der Szenen die zeigte, dass die Dresdner am Ende ein Stück mehr investierten und so das Spiel auch am Ende verdient mit 26:23 gewannen.

Fazit: Es gibt ein dänisches Sprichwort was besagt: "Wenn du einen Dänen als Isländer bezeichnest, verlierst du am selben Tag noch ein Handballspiel." So kam es dann auch. Tolle Stimmung von beiden Fanblöcken, ein nicht immer gutes, aber intensives Spiel mit viel Einsatz von beiden Seiten, ein HSV-Verantwortlicher mit nach dem Spiel verbesserten Geografiekenntnissen und aus Sicht der Dresdner das richtige Ergebnis. Dazu Platz 6 und in der nächsten Woche die Chance auf Platz 5 zu klettern. Was will man mehr!

Tore: Balster/Meinl (beide Tor), Rudow 2, Desler, Scholz, Hansen 2, Reimann 6/5, Mertig 5, Petersen 1, Grießbach 2, Kaiser, Matschos 4, Kovanovic 4, Knudsen

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