23. Spieltag: SC Magdeburg Youngsters vers. HC Elbflorenz 29:23 (14:7)

10 schwache Minuten entscheiden das Spiel

Der HC Elbflorenz 2006 zu Gast in der Hermann-Gieseler-Halle in Magdeburg beim SCM YoungstersEs brauchte knapp 10 Minuten in der 1. HZ um diesem Spiel die entscheidende Wendung zu geben. 10 Minuten in denen sich die Dresdner für die 2. HZ eine Bürde auferlegten, welche sie trotz intensiver Bemühungen im 2. Spielabschnitt nicht mehr Wett machen konnten. 10 Minuten in denen die Youngsters die Fehler der Gäste in schnelle Tore ummünzten. 10 Minuten in denen der Hauptunterschied an diesem Tag zwischen Gastgeber und Gästen klar herauskam, die Dresdner erlaubten den jungen Magdeburgern einfach zu viele leichte Tore im Konterbereich. Quasi wie gemalt für die im Konter starken Youngsters, die im Positionsangriff wie die Dresdner keine Bäume ausrissen.

Die Magdeburger hatten mit Tim Hornke einen Spieler aus der Bundesligamannschaft aufgeboten. An ihm ging das Spiel aber in der 1. HZ komplett vorbei. Beide Mannschaften begannen nervös und auf beiden Seiten ließen die Abwehrreihen und die Torhüter nicht viel zu. Als der gut aufgelegte Jörg Reimann zum 3:4 aus Sicht der Gäste traf, war das Spiel schon in der 15. Minute. Bis zum 6:8 in der 21. Minute das gleiche Bild, beide Mannschaften taten sich schwer ihr Spiel zu entwickeln, wobei die Youngsters schon zu diesem Zeitpunkt leichte Fehler der Dresdner wie kaum anders zu erwarten in leichte Tore umsetzten. In den letzten 5 Minuten der 1. HZ trafen die Dresdner dann gar nicht mehr, die Gastgeber jedoch munter weiter. Das Ergebnis war die 14:7 Pausenführung für die Magdeburger, die sich die Dresdner vor allem durch leichte Ballverluste in drei aufeinanderfolgenden Angriffen eingebrockt hatten. Die 7 Tore Hypothek wären trotz des schwachen Dresdner Angriffsspieles so nicht nötig gewesen, hatten die Dresdner doch zumindest in der Abwehr im Verbund mit dem Torhüter einen guten Job gemacht.

In 49. Minute der 2. HZ hatten es die Dresdner in der Hand dem Spiel vielleicht noch eine andere Richtung gegeben. Es steht 22:19 und die Dresdner hatten sich nach und nach wieder ins Spiel zurückgekämpft. Dabei hatten die Gäste kurz zuvor eine doppelte Unterzahlsituation wie schon in der 1. HZ gut gelöst und die Deckung etwas umgestellt. Zudem brachte der lange Zeit verletzte und nun langsam in HCE-Spiel zurückfindende Spielmacher Matthias Rudow etwas mehr Struktur ins Spiel und war außerdem selber mit Toren erfolgreich. Daneben wussten sich Alexander Matschos und Linksaußen Vladan Kovanovic zu steigern. Nach einem Ballverlust der Hausherren hatten die Dresdner nun in dieser 49. Minute per Schnellangriff die Chance zum 22:20 einzuwerfen und vielleicht darauf die Hausherren noch mehr zum nachdenken zu bringen. Einzig es wurde nichts daraus, denn die Sachsen leisteten sich einen unnötigen Fehlpass in der Vorwärtsbewegung und kassierten auf Grund von erneuten Fehlern in der Folge zwei Konter zum 23:19 und 24:19. Damit war der letzte Dresdner Hoffnung auf eine Wende erloschen. In den letzten 10 Minuten der Partie passierte nicht mehr viel. Die Dresdner konnten zwar die 2. HZ mit einem Tor Vorsprung für sich entscheiden, an der Niederlage änderte dies jedoch nichts. Am Ende verloren die Dresdner mit 29:23 in Sachsen-Anhalt und konnten so die Serie der Youngsters nicht brechen. Die haben mittlerweile 8 Spiele in Folge gewonnen.

Fazit: Auch wenn die Dresdner mir Philipp Grießbach, Tim-Philip Jurgeleit und Rasmus Hansen gleich auf 3 Spieler verzichten musste, war in Magdeburg mehr drin. Am Ende waren es aber zu viele einfache Fehler der Dresdner und die schlechte Wurfquote die das Spiel für die Youngsters entschieden. Kämpferisch kann man dem Team nichts vorwerfen, was vor allem die 2. HZ zeigte. Die Niederlage ließ die Dresdner auf den 9. Platz rutschen. Die Mannschaft hat nun mit 3 Heimspielen in Folge die Chance sich in der Tabelle wieder nach oben zu arbeiten. Dabei müssen die Dresdner auch dringend an ihrer Strafwurfschwäche arbeiten. In Magdeburg verwarf das Team von Peter Pysall 3 seiner 4 Siebenmeter. Über die ganze bisherige Saison gesehen auch ein Puzzelstück, was die HCEler daran hindert in der Tabelle weiter oben zu stehen. In der nächsten Woche gibt es mit der Partie gegen den LVB Leipzig das nächste Sachsenderbyhighlight.

Ein Dank geht an die Dresdner Fans, die das Team erneut toll unterstützten und vor allem in der 2. HZ mit ihrem Support die Wende fast noch möglich gemacht haben!

Tore: Balster/Meinl (beide Tor), Gaida, Rudow 4/1, Desler 2, Scholz, Reimann 4, Mertig, Petersen, Kaiser 2, Matschos 5, Kovanovic 5, Knudsen 1

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