22. Spieltag: HC Elbflorenz vers. HSV Lok Pirna Dresden 31:23 (16:11)

HC Elbflorenz mit doppeltem Derbysieg - HSV Lok ohne Chance

Was ist besser als ein Derbysieg? Die Antwort ist einfach: Zwei Derbysiege! Der HC Elbflorenz besiegte ja immerhin den HSV Lok Pirna Dresden. Da ist der Name im Blick auf die Derbyniederlage gleich doppelt Programm. Die Ränge waren wie kaum anders zu erwarten voll und die Stimmung prächtig. Beide Fanlager sorgten für gute Stimmung. Dabei hatte sich die kreativsten Fans der Liga auf Dresdner Seite wieder allerhand einfallen lassen. Die Partie war Werbung für den Männerhandball in der Region, auch wenn der HC Elbflorenz an diesem Tag etwas mehr Werbung als der Gegner betrieb. HC Elbflorenz 2006: Die Präsidenten beider Vereine im Gespräch mit Radio Dresden Nach dem Spiel sprach der Pirnaer Manager Uwe Heller von einer „Wachablösung“ ohne zu verraten was die Sonnenstein-Prohliser in den letzten Jahren bewacht haben.

Die Dresdner waren gleich zu Beginn der Partie im Spiel und setzten durch Martin Kaiser in der 2. Minute den ersten Treffer. Der HSV Lok hatte zuvor seinen ersten Angriff mit einem Fehlwurf abgeschlossen. Bis zur 15. Minute blieb das Spiel, wenn auch immer mit leichten Vorteilen für die Hausherren, ausgeglichen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ein gut aufgelegter HCE-Spielmacher Martin Petersen gerade das 9:6 für die Elbflorenzer erzielt. Bis zu diesem Zwischenergebnis hatten die Dresdner schon die erste Unterzahl überstanden, den Gegner zweimal zum Zeitspiel gezwungen und Pirna die Deckung schon früh offensiv umgestellt. Im Nachhinein betrachtet funktionierte an diesem Tag keine der HSV Lok Abwehrideen wirklich konstant. Im Verlauf der 1. HZ wurde außerdem immer deutlicher, dass der bessere Torhüter an diesem Tag im Kasten des HCE stand. Alleine 10 Paraden von Timo Meinl im 1. Spielabschnitt gaben den Dresdnern zusätzliches Selbstvertrauen. Der HCE-Keeper machte im Verbund mit der Abwehr an diesem Tag wieder einen guten Job. Je länger die 1. HZ dauerte um so klarer kristallisierte sich heraus, dass die Dresdner nicht gewillt waren den Pirnaern auch nur irgendeine Chance zu lassen. In der 24. Minute führte man erstmals durch ein Kontertor von Tim-Philip Jurgeleit mit 4 Toren (13:9). In der 27. Minute waren es dann erstmalig 6 Tore, als Martin Petersen für die Gastgeber zum 15:9 traf. Zur Halbzeit veränderte sich nicht mehr viel und die Dresdner gingen mit einer 16:11 Führung in die Halbzeitpause.

Nach der Halbzeitpause nutze der HCE eine Überzahlsituation um die Treffer 17, 18 und 19 zu erzielen. Matschos, Knudsen und Petersen zeichneten dafür auf Dresdner Seite verantwortlich. Alle drei Aufbauspieler zeigten im Verbund in diesem Derby eine sehr gute Leistung und erzielten zusammen 20 der 31 HC-Tore. Auf Seiten des Gegners traf in der selben Zeit lediglich HSV Lok-Außen Dusan Milicevic, welcher zusammen mit dem HSV Lok-Spielmacher Jiri Boucek über weiten Strecken des Spieles auf Seite der Gäste den Alleinunterhalter mimte. Auch nach wenig Spielzeit in der 2. HZ war relativ schnell klar, dass die Sonnenstein-Prohliser an diesem Tag einfach nicht ausreichend Mittel hatten, um die HCEler ernsthaft zu gefährden. Als dann in der 42. Minute Marcel Balster im HCE-Tor einen Strafwurf von Dusan Milicevic entschärfte sowie den Nachwurf vereitelte und die Dresdner wenig später in Unterzahl auf 24:15 erhöhten, schien sich für die Gäste ein Debakel anzubahnen. Die Dresdner überstanden in der Folge alle offensiven Deckungsvarianten der Gäste sowie Unterzahlsituationen relativ schadlos. In der 56. Minute führte man dann erstmals mit 10 Toren (29:19). Das Tor erzielte der HCE-Linksaußen Tim-Philip Jurgeleit nach wunderbarer Vorbereitung von Vladan Kovanovic per Kempatrick. Entsprechend wurde das Tor auch von den eigenen Fans gefeiert. Bis zum Ende gelang dem Gegner noch eine kleine Ergebniskosmetik, sodass nach 60. Spielminuten ein 31:23 Heimsieg für den HC Elbflorenz an der Anzeigetafel stand. Der Rest war großer Jubel zusammen mit den eigenen Fans, die die Mannschaft 60 Minuten super unterstützt hatten.

Fast schon kapitulierend wirkte der Pirnaer Trainer Petr Hazl beim Trainergespräch nach dem Spiel. So musste er auch konstatieren, dass das Derby eine klare Angelegenheit war. In Teilen wurde an diesem Tag sogar ein Klassenunterschied sichtbar. Die Gastgeber leisteten sich so gut wie keine Schwächephase und die Gäste agierten limitiert. Außerdem hatte der HCE den Gegner viel emotionaler erwartet.Die Halle waar voll und die Stimmung prächtig. So setzten sich die Dresdner mit ihrem 6. Heimsieg der Saison weiter im Mittelfeld fest. Der HSV Lok steckt nach der Niederlage weiter im Tabellenkeller. Ob es auch in der nächsten Saison ein Derby gibt, steht im Blick auf das Spiel mehr als in den Sternen. Zumindest die Pirnaer Fans zeigten in diesem Derby durchgehend Drittliganiveau.

Zu danken ist allen Fans, Freunden, Familien, Helfern und Sponsoren die dieses tolle Derby so möglich gemacht haben.

Tore: Jurgeleit 7, Desler, Scholz, Hansen 1, Reimann, Petersen 5, Kaiser 3, Matschos 6, Kovanovic, Knudsen 9, Balster/Meinl (beide Tor)

Die Tiger des HC Elbflorenz 2006 mit den Minitigern

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