22. Spieltag: HC Elbflorenz vs. HSV Lok Pirna Dresden (Vorschau)

DERBYZEIT - HSV Lok Pirna Dresden zu Gast beim HC Elbflorenz 2006

Logo des HSV (ESV) Lok Pirna (Dresden)

Brenzlig, zunehmender Druck und noch 9 Endspiele vor der Brust, so könnte man in Kurzform die Situation des nächsten Gegners der Dresdner beschreiben. In dieser kniffligen Ausgangsposition kommt der HSV Lok Pirna Dresden zum Derby gegen den HC Elbflorenz 2006. Das Hinspiel endete 24:24. Am Ende war es ein gewonnener Punkt für den kommenden Gast. Danach nahmen beide Mannschaften bis heute unterschiedliche Entwicklungen. Beim Team von Gästetrainer Petr Hazl ging dabei die Entwicklung in Richtung Abstiegskampf. 13:29 Punkte aus 21 Spielen und derzeit auf einem Abstiegsplatz, jenes ist die bisherige Bilanz. Damit ist das Saisonziel der Gäste, zeitig den Nichtabstieg perfekt zu machen, vorerst in die Ferne gerückt. Das Derby ist das 200. Spiel in der 3. Liga für den kommenden Gegner. Das nach 208 Spielen in der dritthöchsten Spielklasse vorerst Schluss sein könnte, bezeichnet der Manager des HSV Lok Uwe Heller unlängst in einem Interview als „worst case“. Doch auch wenn der Verein aus der Nachbarschaft zuletzt nur eines seiner vergangenen 9 Spiele gewinnen konnte und wie die Dresdner mit Ausfällen zurecht kommen musste, wird er wohl alles daran setzen ausgerechnet im Derby die Wende zu schaffen. Dabei sollte man sich von der Negativserie und der Tabellenplatzierung des kommenden Gegners nicht blenden lassen. Die Pirnaer haben das Potenzial, es jeder Mannschaft in der Liga schwer zu machen, auch wenn sie dies bisher meist nur in eigener Halle gezeigt haben. So werden sie versuchen, den enormen Druck in bedingungslosen Kampf umzumünzen. Die Dresdner erwarten also sicher einen hochmotivierten Gegner, für den es im Blick auf die Tabelle um sehr viel geht.

Bei den Dresdnern ist zwar erneut die Aufstellung unklar, eines ist jedoch ganz sicher, die Mannschaft wird ein ganz anderes Gesicht zeigen als zuletzt gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden. Das Spiel gegen die Hessen wurde ausgewertet und abgehakt. Schon seit Dienstag ging der Blick wieder voll und ganz auf den nächsten Gegner. Die Dresdner wollen diese 2 Punkte unbedingt auf die Habenseite bringen, ohne zu verkennen, dass für einen Sieg eine Topleistung nötig sein wird. Dabei erwarten die Dresdner eine rappelvolle Halle und mit Sicherheit ein ähnlich stimmungsvolles Derby wie in der letzten Saison. Wie immer haben sich die Dresdner dabei gezielt auf den kommenden Gegner vorbereitet. Dabei kennen sich sicherlich beide Mannschaften so gut wie kaum zwei andere Teams in der 3.Liga Ost. Insofern könnten Nuancen entscheiden. Die Dresdner Spieler freuen sich auf das Derby und wollen dabei zusammen mit ihren Fans alles in die Waagschale werfen, um am Ende den 6. Heimsieg zu feiern. Wer sich dieses Spiel entgehen lässt, ist selbst Schuld. Emotional hat wohl kein Spiel in der Handballregion mehr zu bieten.

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