21. Spieltag: HC Elbflorenz - HSG Rodgau Nieder-Roden 19:24 (7:13)

HCE mit schlechtem Heimauftritt – Nieder-Roden siegt

HC Elbflorenz 2006Es war ein Spiel der Extreme, welches die Dresdner am Ende völlig verdient verloren. Auf der einen Seite ein HCE-Keeper Timo Meinl der 45 Prozent der gegnerischen Würfe entschärfte und auf der anderen Seite seine Vorderleute die eine Angriffsquote auf das Parkett brachten, die getrost als unterirdisch bezeichnet werden darf. Damit schafften es die Dresdner erneut nicht den nächsten Schritt im Blick auf die Tabelle zu machen. So schafften es die Sachsen auch erneut nicht nachzuweisen, dass sie reif für die erweiterte Spitze sind. 3 Punkte Auswärts gegen den Tabellenersten und Tabellenzweiten bedeuten halt nicht automatisch Punkte in eigener Halle. Auch das die Dresdner erneut auf wichtige Stammspieler verzichten mussten kann kaum als Entschuldigung gelten.

Das Spiel begann nervös, denn beide Mannschaften brachten den Ball nicht im Tor des Gegners unter.HC Elbflorenz 2006 Es war dem HSGler Timo Kaiser, einem der bisherigen Toptorschützen der Liga, vorbehalten in der 4. Minute das 1:0 für die Gäste zu erzielen. Er war mit 8 Treffern, dabei 4 vom Siebenmeterpunkt der erfolgreichste Torschütze der Hessen an diesem Tag. Die Dresdner glichen nur knapp 15 Sekunden später zum 1:1 aus. Philipp Grießbach traf von Halbrechts. Der Linkshänder erzielte an diesem Tag 6 Tore und war mit Abstand der einzige Feldspieler der Hausherren dessen Leistung an diesem Tag als gut bezeichnet werden kann. Die HCEler verloren mit zunehmender Zeit den Spielfaden, den sie ganz ehrlich gesagt auch nur knapp 3 bis 4 Minuten in der Hand hatten. Schon nach dem 6:3 für den Gegner konnte HCE-Keeper Meinl mit zwei Paraden innerhalb von 30 Sekunden einen größeren Abstand verhindern. So konnten die Dresdner, allerdings mit viel Mühe, durch zwei Treffer den 5:6 Anschluss wieder herstellen. Zu diesem Zeitpunkt waren noch ca. 15 Minuten zu spielen. In der verbleibenden Viertelstunde produzierten die Dresdner noch einige ihrer insgesamt mehr als ein Dutzend technischer Fehler. Die Produktion bei Toren blieb allerdings bei der Zahl 2 stecken, so dass der HCE bis zur Halbzeit ganze 7 Tore erzielte. Der Gegner nutzte die Fehler der Gastgeber nicht bis ins letzte konsequent und führte trotzdem zur Halbzeit klar mit 13:7. Am Ende stand die bisher schlechteste HCE-Halbzeit der bisherigen 21. Spieltage. Eine Halbzeit die den HCE weitestgehend ohne Mittel gegen die offensive Deckung der Gäste sah.

HC Elbflorenz 2006Was die Dresdner dann in den ersten 10 Minuten der 2. HZ fertigbrachten, war in der Nachbetrachtung jenes, was gänzlich die Hoffnung auf eine Wende sterben ließ. Auch über die Zeit zwischen der 30. und 40. Minute hinaus setzte HCE-Torwart Timo Meinl eine klares Zeichen, denn er parierte glatte 7 der ersten 10 Würfe der Gäste. Die Dresdner ließen ihrerseits gleich 4 klare Chancen in Folge ungenutzt bzw. scheiterten dabei völlig freistehenden am überragenden HSG-Keeper Marco Rhein. Dessen Quote dürfte an diesem Tag in für einen Torhüter schwindelerregender Höhe geschossen sein. Der Rest der 2. HZ ist schnell erzählt, die Dresdner bemühten sich aber eben an diesem Tag mit untauglichen Mitteln. Der Abstand blieb immer bei 5 oder mehr Toren. Egal was die Dresdner versuchten sie bekamen keinen Zugriff auf das Spiel. Keimte mal wieder ein Hoffnungsschimmer auf, dann folgte ein Fehler der Dresdner oder eine Parade des HSG Keepers Rhein. So verloren die Sachsen am Ende verdient mit 24:19. Neben der Niederlagen war außerdem der Ausfall des Dresdner Torhüters Marcel Balster zu beklagen. Man hofft beim ganzen Verein, dass die Verletzung nicht so schwer ist, wie es im ersten Moment aussah.

Wer in den Spitzenbereich der 3. Liga vorstoßen will, kann es sich nicht leisten 4 der bisherigen 9 Heimspiele zu verlieren. Die Dresdner zeigten gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden mit Abstand die bisher schwächste Leistung über 60 Minuten, ohne dass dies den verdienten Sieg der Hessen schmälern soll. Die Hausherren fanden nie Zugriff auf das Spiel und hatten vor allem im 1. Spielabschnitt extreme Probleme mit der offensiven Deckung des Gegners. In der 2. HZ ließ man dann gleich mehrfach hundertprozentige Chancen ungenutzt und beraubte sich so jeglicher Chance das Spiel zu drehen. In der nächsten Woche folgt nun das Derby! Da hofft die Mannschaft auf ähnlich tolle Unterstützung wie in der letzten Saison und zwar von allen zusammen, die dem HCE gewogen sind!

Tore: Gaida, Jurgeleit 1, Desler 3, Scholz, Hansen 1, Reimann 2, Mertig, Petersen, Grießbach 6, Kaiser 2, Matschos 1, Kovanovic 3, Balster/Meinl (beide Tor)
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