20. SV Anhalt Bernburg vers. HC Elbflorenz 27:31 (13:19)

HC Elbflorenz bremst Bernburger Siegesserie aus

HC Elbflorenz 2006 zu Gast beim SV Anhalt BernburgDer Rahmen für ein schönes Bild muss einfach passen, dachten sich am Wochenende die Dresdner. 14 Siege in Folge ergeben für die Bernburger ein schönes Bild, betrachtbar am Tabellenstand. Den Rahmen dafür lieferten aber die Sachsen, denn eingerahmt wurde diese Siegesserie des SV von zwei Niederlagen gegen die Dresdner. Das macht die Serie der Bernburger genauso beeindruckend wie ihr Ende.

In den ersten 2 bis 3 Minuten der Partie wies noch nicht viel auf den späteren Erfolg der Dresdner hin. Besser gesagt, die Dresdner verschliefen den Start und lagen nach 2:30 schon 0:3 zurück. In der Folge kamen die Dresdner allerdings besser ins Spiel. So hatte man 150 Sekunden später das Remis (3:3) hergestellt. Bis zur 15. Minute blieb das Spiel ausgeglichen, wobei sich die Dresdner jetzt von Minute zu Minute steigerten. In der 17. Minute konnten sich die Gäste erstmalig auf 9:7 absetzen. Für das 8:7 und 9:7 zeichnete sich der Dresdner Mannschaftskapitän Mario Scholz verantwortlich. Das 10:7 besorgte Außen Tim-Philip Jurgeleit per Dreher. Vor allem der zuerst genannte Scholz setzte in der 1. HZ, neben dem starken Martin Petersen auf der Spielmacherposition, die wichtigsten Akzente im Dresdner Angriff. Beide waren am Ende des Tages mit jeweils 5 Toren die besten Torschützen ihrer Mannschaft. Mit zunehmender Spielzeit kam auch Marcel Balster im Tor des HC Elbflorenz immer besser ins Spiel und sorgte dafür, dass das Torhüterduell in der 1. HZ zu Gunsten der Dresdner ausging. Die Auszeit des Bernburger Trainers Christian Pöhler in der 19. Minute zeigte keine Wirkung und die Dresdner zogen nach und nach davon. 5 Sekunden vor dem Abpfiff der 1. HZ traf dann auch noch Neuzugang Tjark Desler zum 19:13 per sehenswertem Unterhandwurf. Es war sein erster Treffer im HCE-Trikot. Im Gegenzug kamen die Bernburger noch zu einem Strafwurf. Der für den Siebenmeter ins HCE-Tor gekommene Timo Meinl, setzte jedoch der sehr guten 1. HZ noch die Krone auf und parierte den Wurf.

HC Elbflorenz 2006 zu Gast beim SV Anhalt BernburgDie 2. HZ begann mit Anwurf für die Dresdner. Allein die Dresdner waren nicht wirklich da. Es folgten die fast schon üblichen „karitativen“ 10 Minuten im HCE-Spiel. Um den Bernburgern wieder auf die Beine zu helfen, machten die Gäste nun Fehlabspiele und Fehlwürfe in höherer Dosis. So hatte man in der 38. Minute den kompletten Vorsprung von 6 Toren aufgebraucht und musste durch die wie immer kampfstarken Hausherren das 20:20 hinnehmen. Die Dresdner besannen sich jedoch wieder und kamen mit 3 Toren in Folge ins Spiel zurück. Hansen, Knudsen bei Zeitspiel und Desler waren auf Seiten der Dresdner für den neuen 3-Tore Abstand verantwortlich. Die Bernburger ließen sich jedoch nicht abschütteln und konnten in der 48. Minute erneut durch Kilian Kraft zum 24:24 ausgleichen. In der 49. Minute war es dann soweit, denn der Tabellenzweite führte erstmals seit der 6. Minute wieder mit einem Tor. Die Dresdner blieben jedoch dran. Vladan Kovanovic besorgte den Treffer zum 25:25 mit einem sehenswerten Wurf an die Lattenunterkante. Nach dem 26:25 durch den SV zogen die Dresdner erneut den Kopf aus der Schlinge in dem Tjark Desler zum 26:26 traf. Wenig später nutzen die Dresdner einen Fehler der Hausherren um mit 27:26 in Führung zu gehen. Bernburg glich noch einmal zum 27:27 aus. Das sollte jedoch der letzte Treffer der Bernburger gewesen sein, denn in den letzten knapp 3 Minuten trafen nur noch die Gäste. Die Bernburger machten in dieser Phase noch einen Fehler, trafen den Pfosten und scheiterten am sich erneut steigernden Marcel Balster im Dresdner Gehäuse. Dabei agierten die Dresdner in dieser Phase sogar teilweise in Unterzahl. Als Tjark Desler zum 29:27 traf waren noch 70 Sekunden zu spielen und irgendwie war damit der Deckel auf dem Spiel. Bis zum Ende trafen die Sachsen noch zweimal und gewannen so mit 31:27.

HC Elbflorenz 2006 zu Gast beim SV Anhalt BernburgFazit: Mit dem Sieg in Bernburg beenden die Dresdner die Top-3-Wochen mit einer Niederlage, einem Remis und einem Sieg. Es sei noch einmal daran erinnert, dass die Dresdner einschließlich der Partie beim SV an 20 Spieltagen bisher 12mal auswärts antreten mussten. Wie in Baunatal zeigten die Dresdner eine geschlossene Mannschaftsleistung sowie eine hohe Positionsvariabilität und das wiederum toll unterstützt von den wackersten der eigenen Fans! Danke!

Tore: Jurgeleit 4/1, Desler 4, Scholz 5, Rasmus 3, Mertig 3, Petersen 5, Grießbach, Kaiser, Matschos 3, Kovanovic 3, Knudsen 1, Baslter/Meinl (beide Tor)

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