2. Spieltag - SV Niederau vs. HC Elbflorenz 2006 III 31:25

Wurst aufs Ergebnis, wir haben gewonnen!

Eine Fahrt nach Priestewitz stand an, eine bange Fahrt, nicht bange ob der gefährlichen Strecke, nein, bange ob der Frage, wie viele Spieler unserer Mannschaft dort eintreffen würden.

Als wir nach angenehmer Fahrt eintrafen, glich die Suche nach Mitspielern der einer Nadel im, Sie wissen schon. Kleine freundliche Hiobsbotschaften machten aus einem gesichteten Spielkollegen sogleich einen Ambulanzbesucher, andere überlegten, ob sie ihre Taschentücher und Medikationen in Rucksäcken mit durchs Spiel führen sollten.

Allein, die letzte mannschaftsinterne Volkszählung vor Betreten der Halle ergab:

Fünf Feldspieler, drei Torhüter, zwei laufende Nasen.
Nun drohte, Strohhalme unter den Torhütern verteilen zu müssen, unterschiedlich in Länge. Das Ungemach vor Augen, zog sich Keeper Maik ein Feldtrikot über, und noch eins, und noch eins, bis auch die Farbunterschiede zu den Niederauern geklärt waren.

Vorab in der Kabine wurde vom Kaiser die ruhige Losung verteilt, ehrenhaft unterzugehen, die Hoffnung auf ein Wunder gab es nicht, Realisten unter sich. Niederau, im Schnitt ca. 15 Jahre jünger und in der vergangenen Saison 4. der Liga, war gut bestückt, so gab es nur eine Taktik, die darin bestand, ruhig aufzubauen und auf die Chancen zu warten.

Diese einfachen Regeln beherzend begann das Spiel, der erste Angriff unserer kleinen Gesellschaft brachte umgehend Ballbewegung im Netz des Gegners. Zwar sollte diese Führung unsere einzige im gesamten Spiel bleiben, jedoch deutete für längere Zeit nichts darauf hin. Im Weiteren ging Niederau 3:1 in Führung, doch der unerwartet disziplinierte ruhige Aufbau unserer Gallier hielt uns lange im Rennen, es ging aus Seiten Niederaus über 4:4, 7:6 bis zum 12:10, und hätte unsere Abwehr das eine oder andere Mal etwas ent- und geschlossener agiert, der Torhüter ein oder zwei mehr gegriffen, wir wären mehr als nur im Spiel gewesen. Zu Ende der ersten Halbzeit zog Niederau leicht davon über ein 15:11 auf 18:13, bevor das Halbzeitgeschnarre auf Luft hoffen ließ. In dieser Phase schien die Puste auszugehen.

Zur zweiten Halbzeit wurde Änderung vorgenommen, nicht taktisch, sondern aus gesundheitlichen Gründen, Herr Fischberger ging, um Luft und Taschentuch ringend, nach außen, Marvin wedelte Luft für ihn auf halb, ansonsten blieb man beim Überraschungsrechtsaußen Maik, Nebenan Pat, MitteNik sowie Kreisreiniger Lehmi. Im weiteren Spielverlauf blieb es recht konstant bei dem Torabstand der Halbzeit, erstaunlich bei unserer Konstitution, die Abwehr stand besser, und auch beide Torhüter (die im Tor) begannen verstärkt ihr Können abzurufen. So konnte diese Halbzeit ausgeglichen gestaltet werden, im Angriff kamen trotz der Aufstellung Spielzüge, und ein bestechend sicherer Herr Lehmberger begann, 7-Meter indirekt zu treffen, um seiner direkten 100%-Langeweile Abwechslung zu gönnen. In dieser Phase hätte bisweilen mehr Direkt-Mut auf Halblinks Spannung bringen können. Letztendlich konnte, was eigentlich auch nie anders erwartet wurde, Niederau seinen Vorsprung bis zum Ende halten und gewann verdient 31:25.

Alles in allem erzielten wir recht ausgeglichen über die Mannschaft verteilt 25 Feldtore mit einer ausgesprochenen Rumpftruppe (aber nicht kopflos), eine gute Leistung machte sogar die einheimischen Fans still, unsere mitgereisten treuen Fans (mind. zwei Teams stark) machten fast ein Heimspiel daraus und feierten unseren aufrechten Gang aus der Halle!

Es spielten:
Sven Pitschmann und Andreas Donath im Tor, Maik Engelmann 3 (nicht im Tor),
Steffen Niekler 4, Michael Lehmann 2/4, Sebastian Virus Fischer 3,
Marvin Steglich 3, Patrick Mäusebach 6, ( alle Tore geschätzt)

Auf der Bank Ruhe ausstrahlend Andreas Kaiser

Dank dem heimfeelingspendenden Anhang

CaRe

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