7. Spieltag: HC Elbflorenz vers. DJK Rimpar Wölfe 27:25 (13:16)

Dresden besiegt die bisher Unbesiegten 

Der Spielbericht hat was das Spiel auch hatte, nämlich Überlänge! Es ist nicht übertrieben zu sagen, dieser Sieg gegen die DJK Rimpar Wölfe wird in die HC Historie eingehen. Es war einfach eine verrückte Partie, die Herausforderungen unterschiedlichster Art für alle Beteiligten bereit hielt. Die knapp 300 Zuschauer kamen jedenfalls auf ihre Kosten.

Das Team aus Rimpar kam als ungeschlagener Tabellenführer nach Dresden. 10:0 Punkte standen auf der Habenseite. Die Rimparer begannen auch wie ein Tabellenführer und setzten durch den ehemaligen Bundesligaprofi Daniel Sauer den ersten Treffer. Die Dresdner beantworteten den Führungstreffer der Wölfe umgehend mit einem Tor aus der Schnellen Mitte durch Philipp Grießbach. Von ihm wird im Verlauf noch mehr zu reden sein. Der HC kam im Gegensatz zu den letzten Partien gut ins Spiel. In der 8. Minute erzielte Sebastian Geyer per Konter das 3:4 aus Sicht der Dresdner und die Partie war völlig ausgeglichen. Wenig später hebt besagter Philipp Grießbach die Hand um den Schiedsrichtern zu signalisieren das Wasser auf dem Hallenboden ist und gewischt werden muss. Allein es half nichts, denn stetig kam Umbau beim Spiel HC Elbflorenz 2006 gegen DJK Rimpar Wölfeneues Wasser von der Hallendecke nach. Das Spiel wurde durch die Schiedsrichter unterbrochen. Die Referees zogen sich kurz zur Beratung zurück. Als sie wieder aus der Kabine kamen, wurde der Vorschlag seitens des HC unterbreitet, das äußerste Feld der Dreifelderhalle zu bespielen und zwar jenes was für die Zuschauer gut einsehbar ist. Alle einschließlich Rimpar nickten die Idee ab und viele helfende Hände, einschließlich Dresdner Spieler bauten die Halle um. Man merkte allen Beteiligten an, niemand hatte so etwas schon erlebt. Nach ca. 25 Minuten kurioser Unterbrechung konnte ein Spiel mit Ballbesitz Dresden fortgesetzt werden, was noch weitere denkbare Momente bereit hielt. Das Spiel wurde wieder angepfiffen und die Hausherren trafen durch wen(?), natürlich Philipp Grießbach zum 4:4. Mitnichten ist der Halbrechte der Dresdner damit raus aus der Geschichte! Die Rimparer hatten die Pause gut weggesteckt und zeigten immer wieder warum sie die Tabelle anführen. In der 18. Minuten traf Daniel Sauer für die Wölfe per Strafwurf zum 8:12. Die Dresdner hatten zu dieser Zeit schon 4 Zeitstrafen kassiert. Auch schlichen vermehrt Fehler im Angriffsspiel ein, was die Gäste oft gnadenlos nutzten. Bis zur Halbzeitpause schwankte der Vorsprung der DJK zwischen 2 bis 4 Toren und setzte sich zum Pausentee auf 3 Tore fest. So ging es mit einem 13:16 aus Dresdner Sicht in die Kabine. Man hatte schon in der 1. HZ das Gefühl, dass die Gäste sich spielerische bzw. auch Auszeiten in der Konzentration nahmen. Alleine die Dresdner nahmen die Angebote nicht an, denn spielerische Pausen und Konzentrationsschwächen hatten sie auch zu bieten. Auch fand der HC des Öfteren in einem stark haltenden  DJK-Keeper Max Brustmann seinen Meister.

Verrückte zweite Halbzeiten, wird das vielleicht zum Markenzeichen der Dresdner in dieser Saison? Man weiß es nicht! Die Dresdner kamen aus der Kabine und brachten wenig später für Marcel Balster Roman Judisch ins Tor. Dieser Wechsel sollte eine Komponente für den späteren Sieg werden. Der Keeper der Dresdner, der auf seine positive Art und Weise ein HC Phänomen darstellt, hielt gleich zu Beginn seiner Einsatzzeit in der 34. Minute einen Siebenmeter von Daniel Sauer und legte wie selbstverständlich eine Parade beim einem DJK-Konter nach. Nach dem auf Dresdner SeiteAlexander Matschos beim Spiel HC Elbflorenz 2006 gegen DJK Rimpar Wölfe ein guter spielender Alexander Matschos das 15:17 erzielt hatte, unterbreiteten die Gäste dem HC ein Angebot wieder gänzlich ins Spiel zurückzukommen. Der Rimparer Matjaz Krze musste für 2 Minuten auf die Bank. Den Landeshauptstädtern wollte der 16:17 Anschluss aber trotz Überzahl nicht gelingen. Die Gäste gewannen wieder an Sicherheit, nahmen ihrerseits die Angebote der Dresdner in Form von unnötigen Fehlern an und zogen bis zum 17:23 in der 46. Minute immer souveräner ihre Kreise. Da half es auch nichts das mit Sebastian Kraus der nächste Wölfe Schütze vom Siebenmeterpunkt am HC Keeper scheiterte. Nach dem 17:23 sollten die Gäste aus Franken aber noch einmal ein Angebot unterbreiten und dieses Angebot nahmen die Dresdner nun in grandioser Manier an. Den Männern von DJK Übungsleiter Bürle misslang ein Kempatrick. Die Dresdner erzielten per Strafwurf das 18:23 durch Spielmacher Mathias Rudow. Wenig später nahm Peter Pysall eine Auszeit und gab der Mannschaft die wohl entscheidenden Worte mit auf den Weg. Erneut war es Rudow der nach der Auszeit traf und das Unheil nahm für die DJK seinen Lauf. Roman Judisch im HC Tor entschärfte jetzt vier DJK Versuche aus dem Feld in Folge, einzig ein Siebenmetertor durch Daniel Sauer musste er in dieser Phase hinnehmen. Der Dresdner Angriff setzte diese Ballgewinne jetzt durch einen wiedererstarkten Rudow sowie  Grießbach, Möbius und Pfeiffer in Tore um. So stand es in der 55. Minute nur noch 23:24 und die Gäste begannen nachzudenken. Man konnte es förmlich spüren. Als die Dresdner dann durch eine stark kämpfende Abwehr in Ballbesitz kamen und in Unterzahl durch Florian Pfeiffer das 24:24 erzielten, Roman Judisch außerdem artistisch den Treffer zum 24:25 für Rimpar vereitelte, war das wohl der endgültige Knackpunkt im Spiel. Die Tore zum 25:24, 26:24 und 27:24 besorgte dann Philipp Grießbach quasi im „Alleingang“. Die Gäste verließ im Angriff Übersicht und Mut. Zwar stellten sie noch einmal auf Manndeckung um und erzielten auch noch den 27:25 Anschlusstreffer. Jedoch war es das dann auch und der HC hatte mit einem 10:2 Lauf in den letzten 15 Minuten das Spiel für sich entschieden.

Fazit: Dem Gegner gilt Respekt für seine Entscheidung das Spiel fortzuführen und  trotz der Niederlage auch nach dem Spiel zur getroffenen Entscheidung zu stehen. Außerdem gilt der Mannschaft aus Rimpar Respekt für ihr Auftreten und ihre gezeigte Leistung. Die Mannschaft schaffte es immer wieder auch den neutralen Handballbeobachter mit starken Aktionen zu begeistern. Allerdings fehlte es dem Mannen von Trainer Bürle an diesem Tag an Konstanz und weil der HC eben diese Konstanz in den letzten 15 Minuten beeindruckend wiederfand, gewann er dieses kuriose Spiel am Ende verdient. Dafür wiederum gilt dem HC Respekt. Die Elbflorenzer bleiben mit diesem Sieg in eigener Halle ungeschlagen und sammeln weiter fleißig Punkte für den Klassenerhalt. Eine verrückte Woche geht damit für den HC zu Ende. Eine Woche die nach der klaren Niederlage in Bad Neustadt zum Charaktertest wurde. Die Mannschaft hat den Test bestanden und fährt so in ihrer Entwicklung fort. 

Respekt gilt außerdem dem umsichtigen Schiedsrichterpaar, welches die Spielunterbrechung ruhig und souverän moderierte. Außerdem gilt der Respekt allen Helfern welche die Fortsetzung des Spieles so schnell ermöglichten. Ebenso gilt den Dresdner Fans Respekt, welche vor allem in der Schlussphase alles für ihr Team gaben! Danke!

Tore vor und nach dem Umbau erzielten: Möbius 1, Hubald, Rudow 6/2, Scholz, Pfeiffer 4, Reimann 3, Mertig 1, Geyer 1, Grießbach 6, Kaiser, Matschos 5, Balster/Roman (beide Tor)

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