6. Spieltag: HC Elbflorenz vers. SV Anhalt Bernburg 30:30 (11:16)

HC sendet Lebenszeichen nach zwei ganz verschiedenen Halbzeiten

Über 500 Zuschauer wollten das Spiel HC Elbflorenz gegen SV Anhalt Bernburg am Tag der Einheit in der Energieverbundarena sehen und sie bekamen vor allem in der 2. HZ einiges geboten. Nach dem Ende des Spieles schwankten sicher viele Zuschauer genau wie die Spieler zwischen Freude und Enttäuschung. Jenes gilt sicher für Dresdner wie Bernburger, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Bei beiden Mannschaften eröffneten mit dem Bernburger Steffen Cieszynski und dem Dresdner Alexander Matschos die am Ende des Tages besten Torschützen ihrer Mannschaft den Torreigen. Die Bernburger versuchten es zu Beginn mit einer 4:2 Deckung und hatten zum Teil damit Erfolg. Die Dresdner schienen die im Training zuvor erarbeiteten Konzepte gegen eine 4:2 Deckung zunächst vergessen zu haben. Scheinbar steckte zu diesem Zeitpunkt die Niederlage aus Bad Neustadt immer noch in den Köpfen. Dabei spielte der Gegner aus Bernburg keineswegs überragend, aber das Team aus Sachsen-Anhalt produzierte weniger Fehler und hatte mit dem Halblinks agierenden Steffen Cieszinsky mit 10 Toren den besten Spieler an diesem Tag auf seiner Seite. Die Dresdner produzierten ihrerseits zu viele Fehler in der 1. HZ und musste so alleine 6 Kontertore hinnehmen. In der 13. Minute kassierte man durch ein Kontertor des Gegners das 4:8. Den Dresdnern schien die Partie schon frühzeitig zu entgleiten. HC Trainer Pysall nahm ein paar personelle Veränderungen vor und die fruchten zunächst, wenn auch nur kurzzeitig. Beim 9:10 in der 23. und beim 10:11 in der 24. Minute hatten die Dresdner so den Anschluss wieder hergestellt. Es passte aber auch zur 1. HZ, dass die Dresdner keine Konstanz in ihr Spiel bekamen und immer einen Fehler produzierten wenn man ihn am wenigsten brauchte. So zogen die Bernburger ihre Kreise und bauten den Vorsprung bis zum Pausentee auf 11:16 aus. 

Alleine an den reinen Werten des Spieles kann man die Unterschiedlichkeit der beiden Halbzeiten ablesen. Der HC machte nur noch 2 Technische Fehler, die Bernburger erzielten kein einziges Kontertor mehr und die Dresdner erzielten 8 Treffer mehr als in der 1. HZ. Die Hausherren kämpften sich ins Spiel und die Zuschauer nahmen mehr und mehr an Fahrt auf. Beim 17:19 in der 39. Minute durch HC Kapitän Mario Scholz hatten die Dresdner den Anschluss fast wieder hergestellt. Doch die Bernburger wehrten sich und hatten beim 20:24 in der 46. Minute den alten Abstand fast wieder erreicht. Doch dann sendeten die Dresdner Torhüter in Person von Roman Judisch deutliche Zeichen an die Vorderleute aus. Der Dresdner Keeper hielt 5 Bälle in Folge und im Angriff trafen die Dresdner jetzt auch in Unterzahl. Als Jörg Reimann, der eine starke 2. HZ spielte vom Kreis unnachahmlich das 24:25 erzielte stand die Halle Kopf. Die Bernburger antworteten in der Person von Steffen Cieszynski mit dem Tor zum 24:26. In der Folge konnten sie aber nicht verhindern, dass die Dresdner mit 5 Treffern in Folge gepaart mit einigen wichtigen Paraden von Marcel Balster im HC Tor knapp 3 Minuten vor Schluss mit 29:26 in Führung gingen. Dabei hatte Matthias Rudow für den HC die erstmalige Führung zum 27:26 herausgeworfen. Wie schon ein paar Mal in dieser Saison bogen die Dresdner bei nur noch wenig Spielzeit auf die Siegerstraße ein. Am Ende war die Dresdner Aufholjagd aber nicht von einem ganzheitlichen Erfolg gekrönt, den leider kassierte man taktisch unkluge Zeitstrafen und nutzte trotz Unterzahl die Chancen im Angriff nicht. Als Phillipp Grießbach 7 Sekunden vor dem Spielende in Unterzahl das 30:29 für den HC erzielte, stand die Halle Kopf. Genau mit dem Schlusspfiff erhielt der Gast allerdings im Spiel 7 gegen 4 noch eine Siebenmeter zugesprochen, den Steffen Cieszinsky für den SV Anhalt zum 30:30 im Tor versenkte. Die letzten 3 Tore durch Bernburg musste der HC so hinnehmen.

Fazit: Die Dresdner haben sich nach drei weniger guten Halbzeiten in Folge mit viel Willen und Herzblut wieder zurückgemeldet. Natürlich waren die Dresdner angesichts des 29:26 Zwischenstandes kurz vor dem Ende nach dem Spiel etwas geknickt. Am Ende war die Punkteteilung aber verdient, da beide Mannschaften jeweils eine Halbzeit für sich verbuchen konnten. Trotzdem müssen sich die Dresdner fragen lassen, warum vor allem in der 1. HZ wenig zusammenlief, warum weiterhin Überzahlsituationen mehr dem Gegner nutzen und warum man in der Schlussphase in der Abwehr teilweise nicht clever genug agierte. Auf der anderen Seite hat die Mannschaft Charakter gezeigt und ist wieder aufgestanden und hätte sich fast am Ende noch mit 2 Punkten belohnt. Jetzt stehen 5 Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt auf der Habenseite.

Ein großer Extradank gilt den tollen Zuschauern. Danke für die Unterstüzung! Wir denken, vor allem in der 2. HZ hat die Mannschaft gezeigt, warum es sich lohnt in Dresden Spiele in der 3. Liga zu besuchen!

Tore: Kovanovic 2, Matschos 8, Kaiser 2, Grießbach 2, Geyer 1, Reimann 7/3,Pfeiffer 2, Rudow 2, Scholz 2, Hubald 1, Möbius 1, Mertig, Judisch/Balster (beide Tor)

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