27. Spieltag: HC Elbflorenz - ESV Lok Pirna 25:20 (12:11)

HC als DERBYGESAMTSIEGER mit besonderen Kräften

24+25=49>46=Derbygesamtsieger 2012/2013

Besondere Kräfte entwicklelte der HC während und nach dem Spiel, denn der Dresdner Handballseele ging es im Blick auf die Niederlage in der Hinrunde, während aber besonders nach dem Spiel bedeutend besser. Auch für Pirna tat man trotz der Niederlage etwas Gutes, denn die besonderen Dresdner Kräfte trieben dem ESV den Aberglauben aus, dass Spielverlegungen immer in einer Niederlage für den ESV enden. Die Lok verlor ja im Grunde eine „Nicht-Spielverlegung“. Besondere Kräfte brauch man auch weiterhin bei der Mission Klassenerhalt, Siege im Derby sind auf da jeden Fall hilfreich. Eine besondere Veranstaltung war das Derby allemal und Werbung für den Handball in der Region! Wer nicht da war, ist selbst daran Schuld!

Viel hatte man bis kurz vor dem Spiel für den Sieg getan. Am Ende hatte sich alles gelohnt. Schon in der Anfangsphase deutete sich an, dass die Dresdner den ESV nicht so zum Tore werfen einladen würde, wie der Gegner des ESV in der Vorwoche. Zudem nahm man mit Milicevic, Havlat und Martinc gleich von Beginn drei der üblichen ESV Stützen so gut wie aus dem Spiel. Der Toptorjäger des ESV Dusan Milicevic bspw. scheiterte in der Anfangsphase gleich zweimal an HC Keeper Resimius oder wurde von Denny Mertig in der Abwehr ansonsten gut abgedeckt. Eben dieser Mertig setzte per Konter den ersten Treffer im Spiel, zum 1:0 für die Dresdner. Der an diesem Tag beste, aber über weite Strecken alleingelassene Lok Spielmacher Jiri Boucek antwortete postwendend zum 1:1. In der Folge blieb das Spiel bis zum Treffer zum 5:4, vom ESV-Abwehrstrategen Torsten Schneider in der 12. Minute, ausgeglichen. Doch dann trafen Knudsen, Reimann vom Punkt und Rudow in Unterzahl für den HC und die Hausherren führten in der 17. Minute mit 8:4. Die Pirnaer konnten den Rückstand aber gut wegstecken und weil aus dem Positionsangriff nur wenig gelang, war man vor allem über das schnelle Spiel erfolgreich. In der 23. Minute hatte Pirna so durch einen Treffer von Nils Jürschke wieder den Gleichstand hergestellt (9:9). Die Dresdner antworteten durch Knudsen und Scholz, die Pirnaer durch Boucek und Milicevic. Damit stand es in der 27. Minute 11:11. Bis zur Pause nahmen beide Mannschaften gegenseitige Geschenke einfache Tore zu erzielen nicht an und so war es 15 Sekunden vor dem Pausentee HC Kreisläufer Jörg Reimann vorbehalten, den Treffer zum 12:11 zu setzten. Danach war Pause und die weit mehr als 700 Zuschauer brauchten diese auch, angesichts des spannenden Spieles und den enthusiastischen Fanbekundungen für ihr jeweiliges Team.

Die 2. HZ begann wie die 1. endete und zwar mit einem HC Treffer vom Kreis durch Jörg Reimann. Eben dieser wurde zu einem ganz entscheidenden Siegfaktor, denn er verwertete auch unmöglichste Bälle in Tore und durfte sich während und nach dem Spiel zu Recht von seinem ganzen eigenen Fanblock feiern lassen (Danke Jungs und Mädels!). Als HC Linksaußen Vladan Kovanovic danach das 14:11 erzielte hatten sich die Hausherren gleich zu Beginn der 2. HZ ein kleines Polster geschaffen. Bei Pirna kam nun der „Percin-Faktor“ immer mehr zum tragen und ermöglichte dem ESV zurück ins Spiel zu kommen. Ohne Frage einer der besten Torhüter der Liga, wusste Mario Percin im ESV Kasten auch an diesem Tag wieder zu überzeugen. Wie voraus gesagt, war aber das Duell nicht so einseitig wie im Hinspiel, denn Jan Resimius im Tor der Dresdner kaufte den Lok-Schützen von 21 Würfen aus dem Feld, die eine Chance auf einen Torerfolg hatten, unterstützt durch seine Abwehr, 10 ab. Zwischen der 46. und 51. Minute begann nun die entscheidende Phase der Partie. Der ESV war dank Percin zurück im Spiel und konnte in der 46. Minute durch einen Treffer von Torsten Schneider seit langer Zeit wieder in Führung gehen (17:18). Sollte das Spiel etwa kippen? Nein es kippte nicht, denn der HC traf viermal in Folge (21:18) und konnte so im Rückblick eine Vorentscheidung erzielen. Die meisten Dresdner Fans hielt es nicht mehr auf den Sitzen. Kovanovic, Reimann, Mertig und der sich steigernde Spielmacher Rudow hatten die Tore zur Führung erzielt. Damit sind für dieses Spiel die HC Spieler genannt die in einer geschlossenen Mannschaft vor allem im Angriff den Unterschied machten. Alle restlichen Versuche das Spiel noch zu wenden blieben für den ESV erfolglos. Ganz im Gegenteil die Dresdner trafen noch zweimal mehr als die Lok und konnten so einen hochverdienten 25:20 Erfolg einfahren. Der Rest war feiern vor einer stimmungsvollen tollen Kulisse die, die Ballsporthalle in der EVA so wohl noch nie erlebt hatte. Beiden Fanlagern sei dank! 

Am Ende steht ein hochverdienter Derbysieg auf Basis einer super Abwehrleistung um Mannschaftskapitän Mario Scholz und Abwehrkante Mathias Hubald. Die Dresdner zeigten über die gesamte Partie die bessere Mannschaftsleistung gegen an diesem Tag  limitierte Pirnaer. Ein ganz wichtiger Nebeneffekt des Sieges war außerdem, dass die Dresdner nun im direkten Vergleich besser sind als der ESV und somit am ESV in der Tabelle vorbeizogen. Damit machten die Dresdner einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

PS: Ein ausdrücklicher Dank geht an beide Fanlager für die tolle Stimmung. Ein besonderer Dank an das Dresdner Fanlager für die super Unterstützung. Für den verletzen ESVler Torsten Schneider hoffen wir auf baldige Genesung sowie eine schnellstmögliche Rückkehr auf die Handballplatte! Kopf hoch!

Derbygesamtsieger: Resimius, Balster, Hubald, Rudow 5, Scholz 1, Pfeiffer, Reimann 6/2, Mertig 3, Geyer 1, Lumpe, Grießbach, Matschos 1, Kovanovic 4, Knudsen 4, Möbius, Kaiser, Fans!

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