26. Spieltag: HSC 2000 Coburg vers. HC Elbflorenz (Vorschau)

HC als Außenseiter zum HSC 2000 Coburg

Die Adjektive „groß“ und „hoch“ verbinden sich in mit vielen Sachen die auf den nächsten Gegner des HC zutreffen. Hier eine kleine Aufzählung: Zuschauerinteresse, Fangemeinde, Halle, Etat, Ansprüche, Selbstverständnis usw.. Genau, vom HSC 2000 Coburg ist die Rede. Die Coburger waren vor der Saison angetreten, die Meisterschaft in die Handballhochburg zu holen. Nach dem 25. Spieltag ist dies rechnerisch nicht mehr möglich. Davon abgesehen hatte in Coburg wahrscheinlich schon lange keiner mehr daran geglaubt. So nahm das Team von Trainer Hrvoje Horvat Platz 2 ins Visier, der über Umwege (Relegation) vielleicht doch noch in die 2. Liga führen könnte. Auch dieser Zug ist nach der neuerlichen Auswärtsniederlage in Aschersleben wohl abgefahren. Der HSC zog schon vor Wochen seine Schlüsse daraus und verpflichtet mit Jan Gorr den derzeitigen Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Gorr ist auf Grund seiner jüngeren Trainervergangenheit eines der derzeitigen deutschen „Trainerfiletstücken“ in der deutschen Trainerszene. Das er in die 3. Liga geht ist erstaunlich, spricht aber auch für das Coburger Umfeld. Auch die Mannschaft des HSC wird sich wahrscheinlich nicht unwesentlich verändern, wenn in der nächsten Saison der Angriff auf die Tabellenspitze erfolgen soll. Die aktuelle Mannschaft der Coburger belegt derzeit Platz 4 und hat einiges an Qualität zu bieten. Neben den starken Keepern Havard Martinsen und Oliver Krechel, ist vor allem Außen und Kapitän Ronny Göhl zu nennen. Er traf schon über 150mal in dieser Saison. Daneben konnte Aufbauspieler Dejan Dobardzijev am konstantesten überzeugen. Die Qualität des Teams kommt vor allem bei den Heimspielen zu tragen, wenn die Mannschaft von 2000 und mehr Fans unterstützt wird. Das ist Drittliga übergreifend einmalig. In eigener Halle verloren die Coburger bisher nur einmal und zwar gegen den Tabellenführer aus Rimpar. In der Partie gegen den HC sind die Coburger in eigener Halle klarer Favorit.

Mental waren die letzten Wochen anstrengend für den HC, denn der Kampf um den Klassenerhalt spitz sich immer mehr zu. Bisher hat der HC die erhöhten mentalen Anforderungen sehr gut weggesteckt und blieb zuletzt 5mal ungeschlagen. Das Spiel in Coburg ist vom Kopf her das einfachste der folgenden fünf Partien, denn die Dresdner sind klarer Außenseiter beim Tabellenvierten. Am Kader wird sich im Vergleich zum Heimspiel wohl nichts ändern. In der Nachbetrachtung des Remis gegen den SV 08 Auerbach wurde noch einmal klar, dass die Dresdner in Coburg ihre Chancenverwertung verbessern müssen. Außerdem muss man wieder mutiger nach vorn spielen. Gelingt den Landeshaustädtern dies, können sie auch für den HSC ein unangenehmer Gegners ein.

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