26. Spieltag: HSC 2000 Coburg vers. HC Elbflorenz 31:23 (16:13)

Ein Stück Normalität – Dresden unterliegt cleveren Coburgern

Ein Stück Normalität was das Ergebnis angeht, erlebten die Dresdner am Wochenende in einem Umfeld, was von Drittliganormalität soweit entfernt ist, wie der Mars von der Venus. Ja, der Drittligaplanet Coburg dreht sich in einer ganzen eigenen Umlaufbahn. Ja, man kann in Coburg verlieren. Vor dem HC war dies schon allen bisher nach Coburg gereisten Mannschaften passiert, mit Ausnahme des Tabellenführers DJK Rimpar. Die Dresdner bekamen in Coburg die Quittung für das Auslassen klarster Chancen in der 2. HZ. Die Coburger bekamen vielleicht eine kleine Quittung vor dem Spiel, denn die Zuschauerzahl blieb bei weitem unter dem normalen Schnitt. Gerüchteweise war es eine Mischung aus Konfirmationswochenende, dem schönen Wetter und den letzten beiden Niederlagen. Gott und Wettergott, was will man da schon machen! Natürlich bei 1700 Zuschauern alles nur Jammern auf höchstem Drittliganiveau.

Die Dresdner kamen gut ins Spiel. Torhüter Jan Resimius konnte gleich zwei Bälle parieren. Die Heimmannschaft erzielte wenig später durch einen Konter in der 2. Min. das 1:0. Die Dresdner konnten postwendend per Schneller Mitte ausgleichen. In der Folge blieb das Spiel ausgeglichen. Beim 8:8 in der 14. Minute durch HC Rechtsaußen Philipp Grießbach und die kurz darauf folgende 8:9 Führung durch Alexander Matschos konnten die Dresdner erstmals in Führung gehen. Gleiches gelang noch einmal beim 9:10 durch Alexander Matschos und beim 10:11 per Strafwurf durch Jörg Reimann. Leider vergab man danach zwei gute Konterchancen und beraubte sich so der Chance für ein besseres Zwischenergebnis. Kurz nach diesen Chancen bekam man eine 2-Minutenstrafe und der HSC 2000 Coburg holte sich mit 3 Toren in Folge die Führung zurück (13:11). Die Dresdner blieben dran, leisteten sich aber in den letzten beiden Minuten einen Fehlwurf sowie einen technischen Fehler und gerieten so 16:13 ins Hintertreffen. Gleichzeitig war dies der Halbzeitstand. In der 1. HZ hatte sich außerdem schon gezeigt, was sich in der 2. HZ fortsetzte, die Dresdner bekamen den Halbrechten der Coburger Maximilian Drude nicht in den Griff. Er traf insgesamt 10mal und war so neben dem guten Coburger Mannschaftskapitän Ronny Göhl der beste Torschütze an diesem Tag.

Vor allem in der 2. HZ zeigte sich „Heim-Coburg“ und „Auswärts-Coburg“ sind oft auch so weit entfernt wie der Mars von der Venus. Der Auftritt der Coburger hatte rein Garnichts  mit dem uninspirierten Auftreten in Dresden zu tun. Darum ist die 2. HZ auch schnell erzählt und vielleicht können die Coburger auch einfach nur vor einem Zuschauerschnitt von weniger als 1500 Zuschauern nicht ihr ganzes Potenzial abrufen. Hier sollten sich die Auswärtsgegner mal schleunigst Gedanken machen. Bis zur 51. Minute pendelte sich der Vorsprung der Coburger zwischen 3 und 5 Toren ein. Die Dresdner brachten sich selber um bessere Zwischenstände und vergaben zwei Konter und drei Siebenmeter. Auch die Torhüter-Abwehr-Kombination funktionierte nicht wie gewohnt. Die Torhüter beim HSC funktionierten dafür um so besser. Im Ansinnen in den letzten 10 Minuten noch mehr Risiko zu gehen, lief man in clevere Coburger Konter. Am Ende fiel der Coburger Sieg vielleicht etwas zu hoch aus. Ohne wenn und aber war der Erfolg jedoch verdient. Die Coburger waren an diesem Tag die bessere Mannschaft.

Fazit: Den Dresdner fehlte an diesem Tag der letzte Punch. So mussten die Landeshauptstädter nach fünf ungeschlagenen Partien wieder eine Niederlage hinnehmen. Die Niederlage geht in Ordnung und Coburg stellte seine Heimstärke klar unter Beweis. Positiv herauszuheben ist auf Dresdner Seite Spielmacher Florian Pfeiffer der über weite Strecken den etatmäßigen Spielmacher Matthias Rudow gut vertrat. Insgesamt ließ sich an diesem Tag kein weiterer Dresdner wirklich herausheben. Viele Spieler boten solides. Dies reichte aber eben nicht um den heimstarken Tabellenvierten an diesem Tag in eigener Halle ins Wanken zu bringen.

Ein besonderer Dank gilt der kleinen Dresdner Fangemeinde, welche die Mannschaft bis zur letzten Sekunde und darüberhinaus toll unterstützte. Diese Leistung war also weit mehr als solide! (:

Resimius/Balster (Tor), Möbius 2, Hubald 1, Scholz 1, Pfeiffer 5, Reimann 4/3, Mertig 1, Lumpe 1, Lumpe 2/1, Grießbach 2, Geyer 1, Kovanovic , Knudsen 

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