24. Spieltag HC Elbflorenz 2006 vers. HSG Pohlheim 37:19 (18:14)

Leistungsexplosion in der 2. Halbzeit bringt Heimerfolg
Pohlheim chancenlos

Während sich andere im Kampf um den Klassenerhalt zurückmelden oder auf der Stelle treten, setzte der HC das nächste Ausrufezeichen. Gleichzeitig besiegelte man wohl endgültig das Schicksal des Gegners und zwar den Abstieg in die 4. Liga. Vor einer tollen Kulisse drehten die Dresdner in der 2. HZ richtig auf, dabei standen die Vorzeichen nicht gänzlich gut. Neben den schon verletzten Martin Kaiser und Sebastian Geyer schonten die Dresdner Torhüter Jan Resimius auf Grund einer hartnäckigen Erkältung. Auch Vladan Kovanovic war angeschlagen, opferte sich aber für die Mannschaft auf. Zudem mussten die Hausherren noch einen Rückschlag während der Begegnung hinnehmen.

HC Elbflorenz 2006 besiegt HSG PohlheimDie Dresdner begannen das Spiel vor gut 450 Zuschauern nervös und ließen gleich mehrere „Hundertprozenter“ liegen. Den Torreigen für den HC eröffnete in der 3. Minute Kapitän Mario Scholz. Der agile Aufbauspieler Mischa Wiener antwortete zum 1:1 für Pohlheim. In der 4. Minute gingen die Gäste aus Hessen darüberhinaus erstmalig und letztmalig in Führung (1:2). Danach blieb das Spiel weitestgehend ausgeglichen. Die Dresdner zogen in einer Art Jo-Jo-Taktik immer wieder auf 2 bis 3 Tore davon, um dann wenig später den Anschlusstreffer zu kassieren. Überzeugen konnten die Dresdner dabei wie im ganzen Spiel im Unterzahlspiel. Immer wieder fand man auch mit einem Mann weniger die Lücke für den Torerfolg. Einzig die Abwehr hatte wieder kleinere Abstimmungsprobleme, welche die beweglichen Angreifer der Pohlheimer zu nutzen wussten. So ging die 1. HZ etwas dahin, ohne dass der Zuschauer das Gefühl hatte, der HC ist schon zu 100 Prozent im Spiel. Ein Endspurt in den letzten Minuten der 1. HZ machte dann durch Tore von Jörg Reimann, Dennis Knudsen, Florian Pfeiffer und erneut Dennis Knudsen das Ergebnis etwas anschaulicher. Die Dresdner gingen so mit einer 18:14 Halbzeitführung in die Kabine. Einen Wermutstropfen mussten die Dresdner allerdings trotz Führung hinnehmen, denn Spielmacher HC Elbflorenz 2006 besiegt HSG PohlheimMatthias Rudow schied in der 1. HZ verletzungsbedingt aus. Die Dresdner hoffen, dass sich erste Vermutungen nicht bewahrheiten (wir werden berichten).

Was in der Kabine geschah bleibt ein Dresdner Geheimnis. Anscheinend zeigte es aber Wirkung und das nicht nur gegen Pohlheim. Torhüter Marcel Balster vernagelte zunächst mal  seinen Kasten. Er kassierte in der 2. HZ in knapp 25. Minuten nur 4 Gegentreffer, parierte aber  gleichzeitig 10 Bälle, darunter einen Siebenmeter. Damit setzte er die guten Ansätze der letzten beiden Spiele fort. Die Paraden bzw. guten Abwehraktionen münzten die Dresdner in viele schnelle Tore um. Vor allem Dennis Kundsen auf Halbrechts mutierte zur Torfabrik, denn 6 seiner insgesamt 10 Treffer erzielte er im 2. Spielabschnitt. Er scheint in Dresden mehr und mehr an seine bisher beste Zeit in Duderstadt anschließen zu können. Den Dresdnern soll es Recht sein. Außerdem erfreulich, die Spieler welche von der Bank kamen, konnten nahtlos an die Leistungen ihrer Mitspieler anknüpfen. Den starken Jörg Reimann am Kreis bekamen die Pohlheimer bspw. nie in den Griff. Auch der auf die Spielmacherposition gewechselte Florian Pfeiffer vertrat den verletzten Matthias Rudow gut. Der Widerstand der HSG Pohlheim war in der 2. HZ relativ schnell gebrochen. Die Mannschaft aus Hessen erzielte zwischen der 36. und 49. Minute keinen einzigen Treffer, die Dresdner im gleichen Zeitraum allerdings 9 (29:16). In den letzten 10 Minuten trafen die Gäste aus Pohlheim dann noch 3mal, der HC legte seinerseits noch einmal 8 Treffer nach. So gewannen die Elbflorenzer deutlich mit 37:19 und feierten damit den zweiten Heimerfolg per Kantersieg in Serie.

HC Elbflorenz 2006 besiegt HSG Pohlheim4 Spiele ungeschlagen, 6:2 Punkte, 2 Kantersiege in eigener Halle, ja der HC kann stolz auf die letzten Wochen sein. Die Mannschaft musste ergebnistechnisch so oft Nackenschläge hinnehmen, dass man sich jetzt auch mal berechtigt freuen darf. Angesichts der Erfolgsserie der letzten Wochen glaubt man es kaum, aber ja, der HC braucht die Osterpause. Endlich ist die Zeit dafür da, dass sich Spieler für die letzten 6 Spiele wieder in Schuss bringen. Außerdem kann man die Form für den Saisonendspurt noch einmal neu aufbauen. Ausruhen wird sich in Dresden auf mittlerweile Platz 10 und 20:28 Punkten natürlich keiner. Der Kampf um den Klassenerhalt ist weiterhin voll im Gang. Allerdings schlafen andere Mannschaften im unteren Tabellendrittel über die Osterzeit wohl etwas unruhiger als die Dresdner. Insgesamt bleibt es spannend.

Ein besonderer Dank gilt den Dresdner Fans, welche die Mannschaft wieder toll unterstützten. Die Mannschaft profitierte von der tollen Heimspielatmosphäre und zahlte gerne mit Toren zurück!!! DANKE!!!

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