2. Spieltag: Dessau Roßlauer HV 06 vers. HC Elbflorenz 27:27 (13:17)

HC nimmt aus Dessau mehr als verdient einen Punkt mit

Und täglich grüßt das Murmeltier werden sich Dresdner nach dem Spiel in Dessau vielleicht sagen. Es war etwas wie in der Vorwoche gegen Baunatal.

Vor dem Spiel musste man leider den ersten Verlust hinnehmen, denn Denny Mertig signalisierte nach der Erwärmung dass es bei ihm nicht geht. Die Dresdner begannen vor mehr als 900 Zuschauern trotzdem furios und führten durch Tore von Geyer, Möbius und Matschos schnell mit 3:0. Dessau brauchte etwas mehr als 3 Minuten bis zum ersten Torerfolg. Armand Uscins traf für den Viertplazierten der letzten Saison. In der Folge war die Partie ausgeglichen was die Zwischenstände 4:4, 5:5, 7:7 und 8:8 zeigen. Nach dem 8:8 in der 16. Minute übernahmen die Dresdner das Kommando und setzten mehr und mehr die Akzente. Bis zur 25. Minute trafen die Gäste aus der sächsischen Landeshauptstadt 8mal und die Beavers aus Dessau lediglich 2mal. Das ergab eine 16:10 Führung für den HC. Vor allem die Aufbauachse Rudow, Matschos und Möbius bekam das Heimteam nicht in den Griff. Auch ein Team Timout der Dessauer beim 13:9 für Dresden brachte die Heimmannschaft nicht zurück ins Spiel. Bis zur Halbzeit konnten die Dessauer den Vorsprung der Dresdner jedoch auf 4 Tore verkürzen, was den 17:13 Halbzeitstand für die Männer von Trainer Peter Pysall mit sich brachte. Gegenüber Georgi Sviridenko war wohl froh, dass es zur Halbzeit nur 4 Tore waren.

Die 2. Hälfte begann wie die 1. mit einem Tor durch den Gast. Das Tor zum 18:13 konnte Martin Kaiser durch einen sehenswerten Dreher für sich verbuchen. Bis zur 40. Minuten blieb alles wie gehabt. Die Dresdner bestimmten die Partie und führten in der 41. Minute durch ein Tor von Sebastian Geyer mit 22:17. Es ging so langsam auf die Zielgerade. Bis zur 45. Min. mussten die HCler leider zwei Zeitstrafen hinnehmen und waren so knapp vier Minuten am Stück in Unterzahl. Zusätzlich hielt der Dessauer Keeper Andreas Sprecher einen Siebenmeter von Jörg Reimann. Das Spiel stand auf der Kippe als Tomas Pavlicek für die Dessauer vom Siebenmeterpunkt zum 22:22 traf. Die Halle stand Kopf. Im folgenden Angriff konnte der beste Dresdner Schütze an diesem Tag Alexander Matschos unter dem Druck des Zeitspiels zum 23:22 einwerfen und legte im Folgeangriff gleich das Tor zum 24:22 nach. Den Anschlusstreffer zum 24:23 beantworteten die Dresdner mit je einem Treffer von Matschos und Rudow. So stand es in der 53. Minute 26:23 für den HC. In den letzten sieben Minute war es dann ähnlich wie gegen Baunatal, man hatte die Chance den Sack zuzumachen. Leider vergaben die Dresdner in dieser Phase gute Chancen und bei Dessau avancierte Robert Lux mit den Toren 24, 25 und 26 zum Alleinunterhalter. Zwischendurch hatte Jörg Reimann für den HC mit einer super Aktion vom Kreis zum 27:25 getroffen. Als Armand Uscins mit einer guten Einzelleistung auf Außen zum 27:27 traf, war noch eine Minute zu spielen. Die Dresdner nahmen 40 Sekunden vor Schluss die Auszeit, konnten aber in Folge das besprochene Konzept nicht umsetzten und mussten so ein Zeitspiel hinnehmen. Die Dessauer holten im Gegenzug 2 Sekunden vor der Schlusssirene einen Freiwurf, den Robert Lux (wer sonst) ausführte. Glücklicherweise konnte Jan Resimius den Wurf parieren und die Dresdner entführten für viele sicher unerwartet einen Punkt aus Dessau.

Fazit: Ein knapper Sieg für Dessau in der Schlusssekunde hätte den Spielverlauf etwas auf den Kopf gestellt. Die Dresdner waren zum überwiegenden Teil die bessere Mannschaft und bezahlten wie schon in der Vorwoche gegen Baunatal das Lehrgeld eines Aufsteigers. Wie schon im Aufstiegsjahr zeigten die Dresdner dass sie auch in fremden Hallen gute Leistungen abrufen können. Vor allem die Abwehr wusste wieder über weite Strecken zu überzeugen. Im Angriff half an diesem Tag auch immer mal wieder Alexander Matschos, der nach seiner Schulterverletzung wieder auf einem guten Weg ist. Der DRHV, welcher als Favorit ins Spiel gegangen war, kann sicher mit dem Punkt mehr als leben. Die Dresdner können es als auf Aufsteiger auch, leider ein wenig mit dem Bewusstsein dass auch 2 Punkte drin waren. Jetzt hat man immerhin schon 2 Punkte auf der Habenseite die in der Endabrechnung ganz wichtig sein können.

Tore: Möbius (3), Rudow 5/2, Pefiffer 1, Reimann 4/3, Geyer 3, Lumpe 1, Kaiser 1, Matschos 10, Grießbach, Hubald, Scholz, Mertig, Balster/Resimius (Tor)

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