18. Spieltag: TG 1860 Münden vers. HC Elbflorenz (Vorschau)

Nächster Gegner: TG 1860 Münden

Das Thema Dennis Knudsen könnte vor dem Spiel der Dresdner bei der TG 1860 Münden ein Aufhänger für die Partie sein. Immerhin wechselte der Däne erst vor zwei Spieltagen die Vereine und trifft jetzt ziemlich schnell auf seinen Ex-Verein. Das Wort "könnte" lässt aber auch vermuten, da ist doch noch was gewichtigeres. Was da noch ist, wenn man sich derzeit mit dem Thema TG Münden beschäftigt, ist eine Insolvenz der zur 1. Männermannschaft gehörigen Mündener Handball Marketing Limited. Spieler werden derzeit teilweise nun von der Bundesagentur für Arbeit bezahlt. Für nicht wenige Vereine in der 3. Liga Ost wirft die Insolvenz der TG natürlich fragen auf, auch wenn der Spielbetrieb der TG vorerst  gesichert scheint. Jedoch, wie geht es in Münden mittelfristig weiter? Ist der sportliche Erfolg auf Mitteln aufgebaut die man eigentlich gar nicht hat und hatte? Sicher wird man nicht nur in Dresden ein Auge auf die weitere Entwicklung bei der TG haben. Fakt ist, die Mündener sind trotz der Insolvenz weiter im Spielbetrieb, da das Startrecht für die 3. Liga Ost beim Stammverein liegt.

Sportlich gesehen ist die Mannschraft aus Niedersachsen im Soll. Platz 5 mit bisher 19 Punkten ist nach der letzten Saison mit Sicherheit ein Zwischenerfolg. Zuletzt lief es jedoch ähnlich wie beim HC ein wenig holprig, denn in den letzten drei Spielen gab es lediglich einen Sieg. Dabei hatte die TG aber gerade vor der Winterpause Gesundheits- und Verletztenprobleme. Das die TG jetzt aber fast nur noch „Endspiele“ hat (siehe HP Münden) ist sicher etwas tiefgestapelt. Mit dem Abstieg sollte das Team mit den bisher gezeigten Leistungen natürlich nichts mehr zu tun haben. Dreh- und Angelpunkt des Mündener Spieles ist der Spielertrainer Alexander Koke. Er trifft nahezu jede Entscheidung auf und neben dem Feld. Zuletzt rettete er den Mündern mit 14 Toren fast im Alleingang gegen immer besser werdende Cottbuser den Heimsieg. Daneben ist der starke Kreisläufer Dominic Leinhardt, der Halblinke Thordarsson, Linksaußen Thorben Buhre sowie Torwart Luchien Zwiers Stützen der Mannschaft. In Münden hat man also insgesamt eine sehr gute Mannschaft zusammen.

Für die Dresdner ist klar, egal ob Außenseiter wie in Münden oder Favorit, Punkte müssen her. Natürlich steckt man zwei Niederlagen in Folge mit einem Tor nicht einfach so weg. Nichtsdestotrotz ging der Blick bei der Mannschaft von Peter Pysall wieder nach vorn. Im Fokus stand natürlich der nächste Gegner TG 1860 Münden. Die wirtschaftliche Schieflage in Münden darf dabei in den Köpfen der Dresdner Spieler keine Rolle spielen. Die Mannschaft will in Münden eine gute Leistung zeigen. Wenn die Mannschaft weiterhin so positiv bleibt, werden die engen Spiele auch bald wieder für die Dresdner ausgehen. Warum soll diese nicht schon in Münden gelingen. 

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