16. Spieltag: GSV Eintracht Baunatal vs. HC Elbflorenz 27:26 (15:14)

HC belohnt sich am Ende nicht – Niederlage in Baunatal

Als Außenseiter waren die Dresdner nach Baunatal gereist und fast hätte es mit der Überraschung geklappt. Von „fast“ füllt sich allerdings kein Punktekonto und so stehen die Dresdner nach dem Ausflug nach Hessen weiterhin bei 12 Punkten auf dem „Nichtabstiegskonto“. Die Eintracht ihrerseits ist ihrem 39+x Punkteziel 2 Punkte näher gekommen. Welches der beiden Teams am Ende der Saison sein Ziel erreicht bleibt also spannend.

Die Dresdner kamen zu Anfang vor allem im Angriff eher schwer ins Spiel. So bestimmten die Baunataler die Anfangsphase der Partie. 3:1, 5:2 und 6:3 konnten die Hausherren zunächst enteilen. Die Dresdner kamen aber immer besser ins Spiel und vor allem Alexander Matschos setzte entweder mit Toren oder Anspielen an den in der 1. HZ sehr gut agierenden Mathias Hubald am Kreis die Akzente. Daneben traf auch die rechte Seite mit der erstmaligen Kombination Grießbach, Knudsen in der 1. HZ zusammen 4mal. Auf Seiten der Hessen setzte vor allem Dennis Weinrich die Akzente. Er war mit 6 Toren an diesem Tag der beste Werfer der Hausherren. Von der 15. bis zur 30. Minute war es dann ein Kopf an Kopf Rennen, welches Baunatal letztendlich mit 15:14 ins Pausenziel brachte. Die zunehmende Leistungssteigerung der Gäste aus Sachsen lag auch daran, dass der ins Tor gewechselte Marcel Balster neben einem Siebenmeter noch weitere starke Paraden zeigte. Eines war nicht erst zur Halbzeitpause klar, der HC war voll im Spiel.

Die Dresdner bekamen sofort Zugriff auf die 2. HZ. Sie erzielten den 15:15 Ausgleich und konnten die Führungstreffer der Eintracht zum 16:15 und 17:16 jeweils durch Tore von Alexander Matschos und Dennis Knudsen ausgleichen. Mit einer Zeitstrafe vom starken Rechtsaußen (4 Tore) Philipp Grießbach, schien den Dresdnern dann das Spiel jedoch zu entgleiten. Die Baunataler konnten in der Folge bis zur 45. Minute auf 24:19 enteilen. Vor allem Paul Gbur auf der Halbrechtenposition der Eintracht traf jetzt nach belieben. Das Dresdner Angriffsspiel geriet außerdem ins stocken. Die Dresdner fingen sich jedoch wieder. Ein Torhüterwechsel und eine Abwehrumstellung auf eine offensivere 5:1 Deckung, in der Vladan Kovanovic nun klug störte, brachten die Dresdner zurück ins Spiel. Daneben konnte der ins Tor zurückgewechselte Jan Resimius einige Paraden zur Aufholjagd beisteuern, u. a. hielt er in der 57. Minute einen Siebenmeter. Über die Stationen 25:21, 25:23 und 27:26 war man in der 56. Minute wieder im Spiel. Alleine die Tore 22, 23 und 24 erzielte der in Schlussphase aufdrehende Florian Pfeiffer. Dass die Hessen allerdings die letzten knapp 8 Minuten auf Grund der stärker werdenden HC-Deckungs-Torhüterkombination nur noch ein Tor erzielten, wussten die Dresdner nicht zu nutzen. Da half es auch nicht, dass der HC knapp eine Minute vor Schluss eine Auszeit nahm und den wahrscheinlich letzten Angriff genau besprach. Wie schon zweimal vorher nahmen die Dresdner leider die falsche Wurfentscheidung und brachten sich so vielleicht um einen Punkt. Die Baunataler zitterten trotz Zeitspiel den letzten Angriff über die Zeit und gewannen so 27:26. Den Dresdnern war die Niedergeschlagenheit nach dem Abpfiff natürlich anzusehen.

Es war mehr drin! Die Dresdner zeigten sich gegenüber der Endphase des Jahres 2012 verbessert. Mindestens mit einem Punkt hätte man sich dafür belohnen können. Erfreulich war außerdem das Debüt des Neuzugangs Dennis Knudsen, der an diesem Tag zusammen mit Alexander Matschos mit 5 Toren der beste Torschütze der Sachsen war. Er ist definitiv eine Bereicherung für das Dresdner Team. Ein Lichtblick war außerdem der Rechtsaußen agierende Philipp Grießbach, welcher auch aus den unmöglichsten Situationen seine Tore erzielte. Am Ende zählen aber nur Punkte und die bleiben leider in Baunatal. Die Mannschaft sollte sie positiven Aspekte des Spieles mitnehmen, dann wird es die nötigen Punkte für den Klassenerhalt bald geben.

Tore: Hubald 2, Rudow 2, Scholz, Pfeiffer 3, Reimann 3/3, Geyer 1, Grießbach 4, Matschos 5, Knudsen 5, Kovanovic 1, Scholz, Kaiser, Möbius, Balster/Resimius (beide Tor)

PS: Ein Extralob geht an die kleine aber lautstarke Dresdner Fangemeinde, die die Halle stimmungsmäßig oft im Griff hatte!!!

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