12. Spieltag: HC Elbflorenz vers. HSC 2000 Coburg 25:21 (14:12)

HC stürzt den nächsten Favoriten

Waren die Coburger Spieler vor dem Spiel in Dresden gedanklich schon beim Derby und Spitzenspiel gegen den HSC Bad Neustadt am kommenden Wochenende? Waren einige Coburger Zuschauer bei den „Ossi“ Schmähgesängen in den Anfangsminuten des Spieles vielleicht wenig kreativ? War die Coburger „Fanwanderung“ nach Dresden an sich wirklich positiv beeindruckend und verdient Respekt? Waren die Dresdner Fans nach dem Spiel von ihrer Mannschaft beeindruckt und umgedreht? Für die ersten beiden Fragen lassen wir die Coburger die Antwort finden. Für die letzten beiden Fragen kommt aus Dresdner Sicht sicher die Antwort „Ja“ in Betracht.

Die Dresdner, welche leider verletzungsbedingt kurzfristig auf Philipp Grießbach verzichten mussten, starteten vor ca. 450 Zuschauern gut in die Partie und konnten durch Tore der Außen Sebastian Geyer und Martin Kaiser jeweils mit 1:0 bzw. 2:1 in Führung gehen. Die Tore zum 1:1 und 2:2 besorgte auf Coburger Seite der Halblinke Sebastian Roth. Damit hatte der Bundesliga erfahrene Roth allerdings sein Pulver verschossen und scheiterte in der Folge entweder an sich selbst oder am Torhüter der Dresdner. Als die Coburger in der 6. Minute durch den starken Dominic Kelm am Kreis mit 2:3 in Führung gingen, hatten die Dresdner ihrerseits vorher erneut bei klarsten Chancen gesündigt. Nichtsdestotrotz sollte das 5:6 in der 14. Minute durch Coburg die letzte Führung im Spiel für die Franken bedeuten. Jetzt gelang den Dresdnern einfach alles. Mit einem 7:0 Lauf zogen sie bis zur 20. Minute auf 12:6 davon. Vor allem Sebastian Geyer und Florian Pfeiffer bekamen die Coburger in dieser Phase nicht in den Griff. Gerade der agile Aufbauspieler Florian Pfeiffer stellte die Mannen von Gästetrainer Horvat immer wieder vor enorme Probleme. Des Weiteren machte Torhüter Marcel Balster nicht nur in dieser Phase sein bestes Spiel bisher für den HC. Leider vergaben die Dresdner die Chance zum 13:7. Im Gegenzug kassierte man eine Zeitstrafe und die Coburger nutzen nun ihre Chancen besser und hatten beim 12:9 durch Dominic Kelm in der 25. Minute den Anschluss wieder etwas hergestellt. Mit dem eben genannten Kelm und dem nach gut 15 Minuten ins HSC Tor gewechselten Oliver Krechel sind die besten Coburger an diesem Tag genannt. Nicht nur dem Handballfachmann und Trainer des HSC Horvat wird aufgefallen sein, dass Krechel und Kelm mit ihren Leistungen den Rest der Coburger weit hinter sich ließen. Was auch an der Dresdner Abwehr lag. Zunächst konnte der HC durch einen verwandelten Strafwurf von Mathias Rudow und einen Treffer durch Florian Pfeiffer auf 14:9 erhöhen. Da die Dresdner in der Schlussphase der 1. HZ erneut eine Zeitstrafe kassierten und im Angriff nicht nur einmal an HSC Keeper Oliver Krechel scheiterten, konnte die Mannschaft aus Coburg bis zum Pausentee auf 14:12 verkürzen.

Auch die ersten beiden Treffer der 2. HZ gehörten den Coburgern. Torschütze war jeweils der HSC-Kapitän Ronny Göhl. Das Spiel ging in seine erste entscheidende Phase. Beiden Mannschaften taten sich im Angriff jetzt etwas schwer. Beweis dafür, zwischen den Toren zum 15:14 und 16:14 durch Alexander Matschos lagen für die Temposportart Handball lange zweieinhalb Minuten. Coburg blieb dran, konnte aber nur beim 16:16 noch einmal ausgleichen. Wenn es in dieser Phase beim HC im Angriff nicht klappte, bügelte das Marcel Baslter im Tor der Dresdner mit Paraden wieder aus. Das sich die Dresdner nicht weiter absetzen konnten, hatten es die Gäste dem auch in dieser Phase starken Oliver Krechel im HSC Tor zu verdanken. Zwischen der 45. und 48. Minute sendete dann HC Kreisspieler Jörg Reimann drei klare Signale an seine Mannschaft und zwar in Form von drei unnachahmlichen Toren zum 17:16, 18:16 und 19:17. In der 53. Minute packte er noch das Tor zum 21:19 auf seine gute Leistung in der 2. HZ drauf. Coburg traf im Gegenzug durch Mirza Cehajic zum 21:20 und das Spiel ging in die letztendlich entscheidende Phase. Die Dresdner kassierten in der 57. Minute eine Zeitstrafe. Die Coburger brachten den Wurf zum möglichen 22:22 nicht am Dresdner Torhüter vorbei. Für die Dresdner traf in Unterzahl Mathias Rudow zum 23:21. Im Gegenzug kann Marcel Balster im Dresdner Tor erneut parieren. Bei noch einer Minute Spielzeit trifft dann Alexander Matschos zum 24:21 und entscheidet damit das Spiel endgültig für den HC. Die Coburger leisten sich im Gegenzug einen Fehlpass und Dresden stellt wenige Sekunden vor der Schlusssirene den 25:21 Endstand her.

Fazit: Die bessere Mannschaft an diesem Tag war eindeutig der HC und das trotz eines engen Spielverlaufes. Nur 21 Gegentore gegen einen der Aufstiegskandidaten ist eine gute Leistung und ein Ausdruck für eine gute Kombination von Torhüter und Abwehr. 12:12 Punkte nach 12 Spieltagen für den HC ist ein erfreuliches Zwischenergebnis für einen Aufsteiger. Das Wort „zwischen“ zeigt aber auch, es ist noch nichts wirklich erreicht, denn der Weg ist weiterhin der Klassenerhalt. Den Sieg werden die Dresdner natürlich feiern und ab Montag gilt die Konzentration dann wieder der Vorbereitung auf das nächste Spiel.

An dieser Stelle geht auch noch einmal ein Dank an beide Fangruppen, die dem Spiel ein wirklich stimmungsvollen Rahmen gaben. Wir freuen uns schon auf das Spiel in Coburg und hoffen, dass der eine oder andere Fan des HSC seine "Kreativität" nicht auf Plattheiten von übervorgestern beschränkt.

Tore: Möbius, Hubald, Rudow 4, Scholz, Pfeiffer 4, Reimann 4, Mertig, Geyer 3, Lumpe, Kaiser 3, Matschos 6, Kovanovic 1, Balster/Judisch (Tor)

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