HC mit Bronzerang und weiteren Sorgenfalten beim Sparkassencup

Vier 60-Minuten-Spiele in zwei Tagen sind ein dickes Brett, dass bekamen die Dresdner am Wochenende beim Sparkassencup in Hoyerswerda zu spüren. Die Dresdner mussten schon vor dem Turnier den Ausfall von drei Leistungsträgern hinnehmen. Torhüter Jan Resimius hatte sich bspw. kurz vor dem Turnier eine Verletzung zugezogen.

Am Samstag eröffneten die HCler das Turnier mit der Partie gegen den LHC Cottbus, seineszeichens Gegner der Dresdner in der nächsten Drittligasaison. Am Ende stand ein deutlicher 31:22 Sieg auf der Anzeigetafel. Die Dresdner zeigten eine wirklich gute Partie gegen den zukünftigen Gegner. Vor allem die Abwehr in Verbindung mit Marcel Balster im Tor waren die Vorausetzung für einige leichte Tore.

Im zweiten Spiel bekam man es mit der Bundesligareserve der Berliner Füchse zu tun (3. Liga Nord). Während es für die Berliner die erste Partie im Turnier war, mussten die Dresdner nun innerhalb von drei Stunden das zweitemal ran. Man merkte schnell, dass die Berliner geistig und körperlich frischer waren. Die Dresdner fabrizierten vor allem in den jeweiligen Endphasen der Halbzeiten zu viele leichte Fehler und wurden so immer wieder leicht von den Haupstädtern ausgekontert. Am Ende stand ein verdienter 31:24 Sieg für die Berliner. Die Dresdner verloren innerhalb des Spieles einfach zu oft ihre Linie. Da die Berliner im letzten Gruppenspiel gegen den LHC Cottbus ein 23:23 ereichten, war der HC als Gruppenzweiter weiter.

Am Sonntag trat man im zweiten Halbfinale das Tages auf den Vorjahreskonkurrenten aus Bad Blankenburg. Der HSV hatte seine Gruppe mit zwei Siegen für sich entschieden. Die Thüringer hatten sich im Blick auf die nächste Saison noch einmal verstärkt um den Aufstieg in die Regionalliga zu bewerkstelligen. Die Dresdner mussten gleich zu Beginn der Partie zwei weitere Ausfälle hinnehmen. Mathias Hunbald verletzte sich am Fuss und Rückraumschütze Alexander Matschos zog sich eine Verletzung an der Schulter zu. Bei Letzterem war das Turnier gelaufen und die HCler hoffen auf eine glückliche Diagnose. Dem HC merkte man an, dass der Ausfall von weiteren Leistungsträgern nicht ohne war. Um so schöner, dass sich die Mannschaft nach anfäglichen Schwierigkeiten in das Spiel zurückkämpfte. Am Ende stand ein 31:31 gegen den thüringschen Aufstiegsaspiranten aus der Mitteldeutschen Oberliga. Beim folgenden Siebenmetervergleich hatten die Thüringer mit 5:4 knapp die Nase vorn und zogen damit ins Finale ein. Für die Dresdner blieb das Spiel um Platz 3.

Die Geschichte des Spieles um Platz 3 ist schnell erzählt. Der Sachsenligist aus Görlitz der sein Halbfinale gegen die Füchse aus Berlin verloren hatte, wurde von den Landeshaupstädtern mit 33:18 klar in Schach gehalten. Den Görlitzern muss man insgesamt ein Kompliment machen, schafften sie doch mit minimalem personellen Aufwand eine nahezu optimale Ausbeute.

Das Turnier gewann am Ende der HSV Bad Blankenburg wiederum nach der offziellen Spielzeit (27:27) im Siebenmetervergleich gegen den Regionalligisten aus Berlin. Den letzten Platz des Turniers belegten leider die Gastgeber aus Hoyerswerda, die in der kommenden Saison sicher wie nie zuvor die Unterstützung ihrer Fans brauchen werden. Auf dem 5. und damit vorletzten Platz kam der Regionalligist aus Cottbus ein.

Auffälligster Spieler bei den Dresdnern war über die gesamten zwei Tage sicherlich Mannschaftskapitän Mario Scholz. In der Kategorie bester Abwehrspieler des Turniers wäre er sicher der verdiente Sieger gewesen. Gute Entwicklungen gab es auch bei Spielern wie Florian Pfeiffer oder Denny Mertig. Spielerisch war sicher das Spiel gegen Cottbus der Höhepunkt, moralisch/kämferisch das gegen den HSV Bad Blankenburg und zwar im Blick auf die personelle Situation.

Auf Dresdner Seite hofft man, dass sich die verletzten Spieler bald wieder zurückmelden bzw. gute Prognosen gestellt werden.

Am Mittwoch gibt es für die Dresdner ein weiteres Testspiel in der Energieverbundarena. Gegner ist der Sachsenligist aus Kamenz.

Tore: Möbius 9, Rudow 16/5, Mertig 12, Scholz 11, Lumpe 9/2, Matschos 7, Pfeiffer 17, Kaiser 3, Grießbach 6, Reimann 6, Hubald 9, Köhler 8, Werlich u. Balster (Tor)

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