HC präsentiert sich gut beim ersten Härtetest in Turnierform

Tag 1:

Es war das am besten besetzte Turnier in der immer noch jungen HC-Geschichte und die Dresdner starteten am Freitagabend gleich mit einer dicken Überraschung in den Vergleich der 8 Teilnehmer des Oranienburger MBS Cups. Zwar verlor man das erste Turnierspiel gegen den aufstrebenden Zweitligavertreter SC DhfK Leipzig nach 25 Minuten knapp mit 10:9. Allerdings ging man nach insgesamt 55 Minuten als Sieger von der Platte (26:23). Beide Trainer hatten vor dem Spiel vereinbart noch 30 Minuten Spielzeit dranzuhängen. Schon bei der 10:9 Turnierniederlage hatte man beim Stand von 9:9 drei sehr gute Chance vergeben und damit auch einen oder sogar zwei Punkte in der Vorrundenabrechnung liegen lassen. Im Spiel gegen den letztjährigen fünftplazierten der eingleisigen 2. Bundesliga überzeugte vor allem die Abwehr in Kombination mit beiden Torhütern.

Tag 2

Im ersten Spiel am Samstag trafen die Dresdner auf die Reserve des Bundesligisten TBV Lemgo. Die Lemgoer erreichten in der letzten Saison Platz 4 in der Regionalliga West. Am Ende gewannen die Dresdner gegen den Regionalligavertreter aus der Staffel West relativ klar mit 15:11. Das bis in die 20. Minute hinein spannende Spiel (10:10) wurde durch die Dresdner durch eine nochmalige Steigerung in den letzten 5 Minuten entschieden. Erneut war eine gute Abwehrleistung und ein gut aufgelegter Jan Resimius die Basis für den Sieg. Mit dem Sieg gegen Lemgo hielt man sich die Tür zum Halbfinale offen.

Nachdem in der Gruppe der Dresdner der Deutsche A-Jugend Meister Füchse Berlin sein Spiel gegen den TBV Lemgo II ebenfalls gewonnen hatte, war klar, dass das letzte Gruppenspiel die Entscheidung über den Halbfinaleinzug bringen würde. Den Dresdner reichte ein Unentschieden und genau so endete das Spiel dann auch. Am Ende trennte man sich 14:14. Vorher hatten die Dresdner über fast die gesamte Spielzeit mit 1 bis 3 Toren zurückgelegen. Drei super Paraden durch Neuzugang Marcel Balster in der Schlussphase eröffneten den HClern dann die Chance zum Unentschieden. Diese nutzten sie dann auch durch ein Siebenmetertor durch Lars Lumpe. Die von Bob Hanning gecoachten Berliner schafften es 10 Sekunden vor Schluss in doppelter Überzahl nicht das Spiel für sich zu entscheiden.

Vor dem Halbfinale hatten die HCler darum gebeten die Halbfinalspiele zu tauschen. Leider fand dies nicht die Zustimmung des Halbfinalgegners TUSEM Essen und so spielte man nach einer kurzen Pause sofort das Halbfinale. Bis zur 10. Minute konnte man noch mithalten, danach zog der Erstligavertreter und spätere Turniersieger aus Essen souverän seine Kreise. Vor allem in der Schlussphase stieg die Fehlerquote der Dresdner stark an, was der TUSEM in Erstligamanier bestrafte. Am Ende hieß es 9:21 aus Sicht der Elbflorenzer. Aufgrund der Vorbelastung sicher kein Beinbruch gegen den Erstligavertreter.

Im Spiel um Platz 3 stand der HC Elbflorenz nach verlorenem Halbfinale der Zweitligavertretung aus Schwerin gegenüber. Es entwickelte sich bis in die Schlussminuten hinein eine enge Partie. Leider konnten die Dresdner ihre wiederum gute Abwehrarbeit im Angriff zu wenig in Tore ummünzen. Vor allem in den letzten 10 Minuten machte man zu viele einfache Fehler im Angriff. Beim 7:6 für Schwerin hatten die Dresdner mehrfach die Chance auszugleichen. Leider kam es nicht dazu und die Mannen von Schwerin Trainer Prokop zogen bis eine Minute vor Spielende vorentscheidend auf 9:6 davon. Den Dresdnern gelang nur noch der Treffer zum 9:7 und das war dann auch der Endstand.

Insgesamt kann man beim HC mit dem Turnier zufrieden sein. Immerhin war man beste Drittliga Mannschaft und konnte u. a. in der Verlängerung des Turnierspieles am Freitag den Zweitligisten aus Leipzig schlagen. Auch im Spiel um Platz 3 gegen den Zweitligisten aus Schwerin war man lange auf Augenhöhe. Natürlich gibt es auch in jedem Bereich Luft nach oben und Turniere sind eben „nur“ Vorbereitung. Trainer Peter Pysall gab allen 14 Spielern ihre ausreichenden Einsatzzeiten. In der nächsten Woche geht es dann zum Turnier nach Hoyerswerda. Auch das ist wieder eine schöne Herausforderung. Das Turnier in Oranienburg gewann erwartungsgemäß der TUSEM aus Essen, wenn auch knapp mit 13:12 gegen die SC DhfK aus Leipzig.

Insgesamt präsentierte der Oranienburger HC ein sehr gut organisiertes Turnier mit attraktiven Spielen. Die Dresdner kommen gerne wieder. Von hier aus noch einmal ein dickes Danke!

Torschützen: Möbius 3, Hubald 1, Rudow 6/1, Matschos 11, Scholz 3, Pfeiffer 6, Mertig 4, Lumpe 6/4, Grießbach 4, Kaiser 3, Köhler 3, Reimann 4, Tor: Resimius, Balster

Endklassement:

1. TUSEM Essen

2. SC DhfK Leipzig

3. Post SV Schwerin

4. HC Elbflorenz

5. Füchse Berlin A-Jugend

6. Oranienburger HC

7. SV Anhalt Bernburg

8. TBV Lemgo II

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