Dresden beim Pokalfinale in der Außenseiterrolle

Sportlich gesehen führt das Pokalfinale die Mannschaften zusammen, die beim Beginn des HVS-Pokals als die Favoriten auf das Endspiel galten. In diesem Sinne ist die Paarung HC Elbflorenz gegen ESV Lok Pirna in der Stadtsporthalle in Döbeln die logische Konsequenz der sportlichen Leistungsfähigkeit.

Der Regionalligist aus Pirna steht derzeit mit 29:21 Punkten auf dem 8. Tabellenplatz der Regionalliga Ost. Für die Verantwortlichen bei der Lok sicher derzeit zu wenig. Indiz dafür war schon früh die Trainerentlassung von Fritz Zenk. Danach übernahm Petr Hazl die Mannschaft. Das Ziel in Pirna heißt auch mit ihm mittelfristig Aufstieg in die 2. Bundesliga. So sollte es im Blick auf solch ein Ziel in dieser Saison für die ESV-Macher sicher schon ein Medaillenplatz sein. Zumal man im letzten Jahr Platz 4 belegte und sich zusätzlich verstärkt hatte. Mit einer eventuellen Heimniederlage im nächsten Spiel gegen den LVB Leipzig geht man jedoch sogar Gefahr die Messestädter als Aufsteiger bis zum Ende der Saison an sich vorbeiziehen zu lassen. Zumal diese gerade einen Lauf haben. Dabei hat die Mannschaft aus Pirna auch einigen Mannschaften in der Regionalliga etwas entscheidendes voraus, denn die Mannschaft besteht zum Teil aus Profis, welche auch dementsprechend trainieren. Boucek, Percin, Milicevic, Delinac, Martinc, Dragicevic, Skusek und Rodriguez, diese Namen stehen für den internationalen Charakter des 13-Kaders von Trainer Petr Hazl und diese Namen bürgen gleichzeitig für die Qualität der Mannschaft. Dazu kommen Spieler wie Torhüter Jan Gratwohl und der auf beiden Halbpositionen einsetzbare Torsten Schneider. Wenn man alle genannten Eckpunkte noch einmal Revue passieren lässt, ist klar, der ESV Lok Pirna ist klarer Favorit im Pokalfinale. Jenes entspricht den Ansprüchen des ESV Lok Pirna und so wird man dies in Pirna kaum anders sehen. Auf die Dresdner wartet also der mit Abstand stärkste Gegner der bisherigen Spielzeit.

Die Dresdner haben es diesmal einfacher, denn sie sind in der Außenseiterrolle. Für die Mannen von Holger Winselmann angesichts der Situation in der Oberliga Mitteldeutschland, mal was ganz anderes. Aus dieser Position heraus lässt es sich etwas gelassener agieren. Etwas gelassen muss man anhand der etwas angespannten Personalsituation bei den Landeshauptstädtern auch sein. Es droht der Ausfall von Leistungsträger und im Blick darauf, dass die Liga absolute Priorität hat, werden die Verantwortlichen auch keinen Spieler im Pokalfinale verheizen. Nichtsdestotrotz wird man natürlich versuchen den Favoriten ein wenig zu ärgern. Trainiert haben die Dresdner in dieser Woche ganz normal und das den personellen Umständen entsprechend wirklich gut. Der HC freut sich auf sein 2. Sachsenpokalfinale. Die Mannschaft geht von einem stimmungsvollen Finale aus, in welchem sie sicher durch einen lautstarken Dresdner Fanblock unterstüzt wird. Wir freuen uns darauf!

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