HC lässt Gegner erneut keine Chance

Am Ende standen sie wieder die Dresdner Zuschauer und feierten ihr Team. Erneut waren deutlich mehr als 400 gekommen, um den letzten Heimauftritt der Elbflorenzer zu erleben. Einzig die bekannten Stimmungsmacher aus Hermsdorf fehlten ein wenig. Schade, wir hatten uns auf einen tollen Gästeanhang gefreut. Vielleicht war es die sonntägliche Anwurfzeit, vielleicht der fehlende Glaube an die Auswärtsqualitäten der eigenen Mannschaft. Die Geschichte des Spieles ist dann eigentlich auch schnell erzählt.

Der SV Hermsdorf war mit dem 29:21 Endergebnis sehr gut bedient. Die Dresdner führten im gesamten Spiel und wurden an diesem Tag nicht wirklich ernsthaft geprüft. Jenes hatte man eigentlich ganz anders erwartet. Was auch immer sich die Gäste aus Thüringen ausgerechnet hatten, es blieb eine Gleichung mit zu vielen Unbekannten. Rudelbildungen (siehe Hinspiel) blieben an diesem Tag nach dem Spiel aus, weil die Hermsdorfer viele starke Eigenschaften eines „Rudels“ an diesem Tag vermissen ließen.

Die Dresdner kamen durch Tore von Sebastian Geyer und Philipp Grießbach gleich gut ins Spiel. Die Gäste brauchten bis in die 4. Minute um zu treffen. Während die Abwehr mit Mario Scholz und Markus Müller im Mittelblock wiederholt einen bärenstarken Job machte, kann man das über die Angriffsbemühungen der Dresdner nur bedingt sagen. Schon zu Beginn, und das Szenario sollte sich über 60 Minuten fortsetzen, vergab man gerade aus dem Gegenstoß bzw. der erweiteren Form davon, reihenweise klarste Chancen. Die Hermsdorfer konnten sich bei ihrem starken Torhüter Petr Nedved bedanken, dass sie nicht schon in der 1. Halbzeit zweistellig zurücklagen. Er war mit Abstand der beste Hermsdorfer an diesem Tag. Dem Rest der Thüringer Mannschaft fehlten offensichtlich an diesem Tag die Mittel um das Spiel offener zu gestalten. So nahm die 1. Halbzeit ihren Lauf und die Dresdner konnten die Führung bis zum Pausentee auf 16:9 ausbauen.

Die 2. HZ war ein Abbild der 1. Spielhälfte. Die einen konnten nicht wirklich etwas entscheidendes bewegen und die anderen verpassten es das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten. Die Dresdner gaben allen Spielern ihre Einsatzzeiten, die der eine mal mehr und der andere mal weniger effektiv nutzte. Die Zuschauer kamen allerdings durchaus auf ihre Kosten. So z. B. bei einer tollen Kombination in der 36. Minute, als der an diesem Tag stark aufspielende Lars Lumpe Kreisspieler Erik Schaarschmidt mit einem Rückhandpass über die Schulter bediente und der Kreisläufer die Aktion mit einem Tor krönte. Überhaupt befindet sich der Kreisläufer der Dresdner derzeit in Topform. Der ehemalige Rückraumkanonier hat beim HC eine interessante Entwicklung durchlaufen. Drei Tore und einen erkämpften Strafwurf steuerte er zum Sieg bei. Ebenfalls stark aufspielen konnte auch wieder Linksaußen Dauerbrenner Sebastian Geyer. Am Ende gewannen die HCler klar mit 29:21 und verabschiedeten sich damit mit einem Sieg vom eigenen Heimpublikum, welches erneut für tolle Stimmung sorgte. Auf diesem Weg: Ein dickes Danke!

Fazit: Die Dresdner feierten ein unspektakulären und nie gefährdeten Heimsieg über den SV Hermsdorf. Es machte erneut viel Spaß vor der Heimkulisse. Während die Abwehrleistung in Verbindung mit den Torhüter erneut Top war, war es die Chancenverwertung im Angriff mit Sicherheit nicht. Hier gilt es sich für die letzte Begegnung erneut zu steigern. Teilweise wurde schon fast fahrlässig mit den zahlreichen Chancen umgegangen. Ab Montag heißt es dann wieder volle Konzentration auf den nächsten Gegner.

Das nächste Puzzelstück ist eingesetzt. Jetzt fehlt nur noch das letzte Stück. Die Dresdner hoffen in der nächsten Woche auf ein Heimspiel in Erfurt. Macht die Busse und die Autos voll und unterstützt uns in Erfurt, es gilt historisches für den Verein zu erreichen.

Tore: Möbius 2, Rudow 2, Schaarschmidt 3, Pfeiffer 1, Geyer 9/4, Scholz 1, Lumpe 5, Grießbach 3, Müller 3, Mertig, Kovanovic, Kaiser, Wagner/Resimius (beide Tor)

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