HC weist Tabellendritten Köthen klar in die Schranken

Am Ende standen die meisten der über 400 Zuschauer in der Margon Arena und applaudierten der 1. Männermannschaft des HC Elbflorenz. Der HC hatte soeben den Tabellendritten HG 85 Köthen eine klare Auswärtsniederlage beigebracht. Verzichtet haben die Dresdner dabei auf Grund von Krankheit auf ihren bisher besten Torschützen Lars Lumpe und den verletzten Mathias Huabld.

Ca. 20 Minuten konnte der Podiumsanwärter aus Köthen in der Margon Arena mithalten. Dann traf der HC durch Möbius, Geyer, Pfeiffer und Rudow viermal in Folge, ohne das die Heimmannschaft einen Gegentreffer hinnehmen musste. So zeigte die Anzeigetafel in der 21. Minute ein 12:8 für das Heimteam. Vor allem dem Treffer zum 11:8 ging dabei ein spektakulärer Angriff voraus. Der HC hatte den Ball erkämpft und brachte das Wurfgerät mit zwei spektakulären No-Look-Pässen zu Florian Pfeiffer, der den Ball dann mit einem humorlosen Wurf im Tor unterbrachte. In der Nachbetrachtung war diese Phase wohl schon der frühe Knackpunkt im Spiel. Kurz vor dieser Phase hatten die Köthener zwischen der 10. und 15. Minute ihre beste Zeit. Die Mannschaft von Spielertrainer Ralf Stojan nutzte technische Fehler der Dresdner konsequent aus und ging beim 4:6 und 5:7 jeweils zweimal mit 2 Toren in Führung. Das war es dann fast aber auch schon an Leistungsspitzen von der HG Köthen. Außer in einer weiteren kurzen gute Phase zu Beginn der 2. HZ kam wenig für eine Mannschaft aus den Top 3. Mit einem 14:11 für die HCler gingen die beiden Teams dann in die Kabine. Der HC musste sich maximal vorwerfen lassen nicht schon etwas höher zu führen. Auch weil HC Torhüter Jan Resimius nach seiner Einwechslung immer wieder tollen Paraden zeigte. Er konnte wie schon im Spiel in Köthen mit insgesamt 16 Paraden in gut 45 Minuten überzeugen.

In der Anfangsphase der 2. HZ lies sich die HG nicht abschütteln. In der 36. Minute stand es 16:14. Dann nutzte Erik Schaarschmidt eine Unaufmerksamkeit der HG Abwehr und verwandelte einen Freiwurf direkt vom Freiwurfpunkt. Durch Treffer von Philipp Grießbach und Sebastian Geyer zum 19:14 war das letzte Strohfeuer der Köthener dann entgültig gelöscht und es waren noch 20 Minuten zu spielen. In der Folge bauten die Dresdner ihre Führung immer mehr aus. Die Wechselspiele der Dresdner, welche schon zu Beginn der 2. HZ eingesetzt hatten brachten keinerlei Bruch im Spiel. Neben der rechten Aufbauseite konnte im gesamten Spiel vor allem Sebastian Geyer und Matthias Rudow im Spiel nach vorn überzeugen. Vor allem der Ex-Dessauer Rudow drückte dem Spiel seinen Stempel auf. Vielleicht hatte er auch noch die Worte des Köthener Präsidenten Auerbach im Ohr, welcher Mitte Januar die Verpflichtung Matthias Rudow wie folgt kommentierte: "Ich kenne Rudow wenig und weiß nicht, ob er ins Spielsystem des HC passt". Die Antwort gab Matthias auf dem Spielfeld und das nicht das erste Mal. Am Ende gewannen die Dresdner klar und über weite Strecken ungefährdet mit 31:22.

Schön war es, denn die Unterstüzung durch die Zuschauer erfolgte wie gewünscht und das auch in den kurzen Phasen wo es nicht so lief. Die HG musste mit dem Ergebnis ihre bisher höchste und sicher so nicht erwartete Saisonniederlage einstecken. Der Sieg der Dresdner ist also auch in dieser Höhe nicht selbstverständlich. Die Elbflorenzer erreichten ihren Sieg mit einer wenig aufgeregten und über weite Strecken guten Leistung. Vor allem die Kombination Abwehr-Torüter ist rechzeitig zum Saisonendspurt wieder in starker Form und das der HC im Angriff jederzeit in der Lage ist 30 plus x Tore zu werfen ist auch keine Neuigkeit.

Am kommenden Wochenende folgt dann für den HC das letzte Heimspiel gegen die Mannschaft aus Hermsdorf. Die Mannschaft hofft auf eine ähnlich tolle Stimmung wie im Spiel gegen Köthen. Wenn jeder noch zwei bis drei Leute mitbringt, steht eine stimmungsvolles Heimspiel ins Haus. Die Mannschaft braucht die Unterstützung!

Tore: Geyer 9/2, Rudow 8/1, Grießbach 4, Möbius 3, Mertig 3, Schaarschmidt 2, Müller 1, Pfeiffer 1, Scholz, Kaiser, Hühn, Kovanovic, Resimius/Wagner beide Tor

Zurück