HC knackt nächste Auswärtsnuss – Souveräner Sieg in Freiberg

Selbstbewusst waren die Freiberger ins Spiel gegangen. 2 Punkte sollten es werden. Die kleine Serie von zuvor 9:1 Punkten, die Rückkehr von Martin Kovar und der Heimvorteil sollten es in Kombination gegen den Tabellenführer aus der Landeshaupstadt richten. Allein es wurde nichts daraus. Am Ende der Begegnung stand ein souveräner Sieg der Dresdner. Da man den Höhepunkt der Anspannung sicher schon in der Auswärtspartie in Bad Blankenburg und den Höhepunkt des Zuschauerspektakels beim LHV Hoyerswerda gemeistert hatte, war man sich vor der Partie sicher, auch in Freiberg zu bestehen.

Die Dresdner starteten gut ins Spiel. In der 4. Minute stand ein 0:2 an der Anzeigetafel der Ernst-Grube-Halle. Die Gastgeber aus der Bergstadt brauchten bis zur 8. Minute um wirklich ins Spiel zu finden. Der Stand von 3:3 war das Ergebnis. Bis zum 7:7 in der 17. Minute konnte sich kein Team entscheidend absetzten. Schon in der 1. HZ wurde schnell klar, dass die HSG Probleme mit der starken HC-Abwehr hatte. Jenes sollte sich über weite Strecken des Spieles nicht ändern. Dazu kam ein gut aufgelegter Maik Wagner im HC Tor. Der insgesamt 14 Paraden zeigte und dazu noch an sehr vielen Bällen dran war, die dann doch irgendwie den Weg ins Tor fanden. Mit einem Zwischenspurt zwischen der 17. und 23. Minute konnte sich der HC auf 7:11 absetzten. Bis zur Halbzeitpause konnten die Hausherren keinen entscheidenden Boden gut machen und so gingen die Elbflorentiner mit einer 3-Tore-Führung in die Kabine (10:13).

Die Umstände in der 2. Halbzeit gestalteten sich für die Dresdner nicht unbedingt ideal. Vor dem Spiel musste man schon auf den etatmäßigen Kreis Erik Schaarschmidt verzichten. Der am Kreis spielende Mathias Hubald fiel in der 42. Minute verletzt aus und den für ihn am Kreis gekommene Vladan Kovanovic ereilte in der 50. Minute das gleiche Schicksal. Beide waren schon angeschlagenen ins Spiel gegangen. Beide zeigten bis zur verletzungsbedingten Aufgabe eine starke Leistung. Beiden könnte leider ein Ausfall drohen. So musste Matthias Rudow die Kreisposition übernehmen und das tat er ebenfalls sehr gut. Als die Dresdner nach der Halbzeitpause zum 10:14 einwarf, war das Spiel noch lange nicht gegessen. Die Freiberger kämpften sich wieder rein ins Spiel und hatten beim 15:15 in der 37. Minute den Kontakt hergestellt. Jedoch vor allem ein gut aufgelegter Christian Möbius im rechten Aufbau traff in dieser Phase für die HCler wie er wollte. und Markus Müller ersetzte Mathias Hubald absolut gleichwertig in der Abwehr. Bis zur 43. Minute (18:19) war das Spiel weiter offen. Ab der 45. Minute übernahmen die Dresdner aber zunehmend wieder das Kommando. Gleichzeitig verloren die HSGler in der 45. Minute ihren Kreisspieler Jan Brabec auf Grund wiederholten Foulspiels. Die Mannschaft von Trainer Jiri Tancos konnten in der Folgezeit nur noch zweimal auf zwei Tore verkürzen (20:22; 21:23). Ab der 50. Minute zogen die Mannen von Holger Winselmann dann souverän ihre Kreise. Das Spiel wurde abgezockt runtergespielt. Am Ende stand ein verdienter 24:29 Auswärtssieg, welcher von den Anhängern und Spielern des HC nach der Partie ausgiebig gefeiert wurde.

Die Dresdner bestachen an diesem Tag durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, eine über weite Strecken sehr gute Abwehr, bei der speziell das Rückzugsverhalten stark verbessert wirkte. Auf Freiberger Seite konnte vor allem Martin Steinfeld, Maximillian Schulz und in Teilen Karel Vit überzeugen. An diesem Tag war das aber einfach zu wenig, denn andere Leistungsträger blieben hinter ihrem Leistungsvermögen zurück. Gerade die Kombination im Aufbau Kovar-Schulz-Vit funktionierte nicht so wie die Kombination Steinfeld-Schulz-Vit aus vergangenen Spielen. Alles in allem war es aber natürlich wie immer in der Bergstadt ein gelungenes Handballfest. Für die Dresdner selbst ist ein weiteres Etappenziel abgehakt, nicht mehr und nicht weniger. Drei schwere Spiele kommen noch, in diesem Sinne wird sich niemand in Dresden ausruhen. Eines ist nach dem Sieg gegen Freiberg auch klar: The HSV will call you Köthen, Hermsdorf und Erfurt!

Die Mannschaft des HC bedankt sich bei der tollen Unterstüzung durch die Dresdner Fangruppe, die vom Lautstärkepegel her neue Höhen erklomm. (:

Tore: Möbius 4, Rudow, 2, Scholz 2, Pfeiffer 2, Geyer 5/1, Lumpe 5/1, Grießbach 2, Kaiser 3, Kovanovic 2, Hubald 2, Mertig, Müller, Wagner/Resimius (beide Tor)

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