Dresdner bezwingen LSV Ziegelheim

Es bleibt dabei, der LSV Ziegelheim kann auch im 4. Vergleich nicht gegen den HC Elbflorenz gewinnen. Es bleibt aber auch dabei, der LSV Ziegelheim bedeutet für die Elbflorenzer mittelschwere bis schwere Arbeit. Es fehlt also zwischen beiden die „handballerische Passung“ (: .

Wenn man nach dem Spiel von Machtwinnern auf Dresdner Seite sprechen will, dann müssen ganz klar die Namen Matthias Rudow (8 Tore), Florian Pfeiffer (9 Tore) und Maik Wagner im Tor der Dresdner fallen. Während der Keeper der Dresdner vor allem in Halbzeit 1 mit 12 Paraden eine ganz starke Partie zeigte, trafen Matthias Rudow und Florian Pfeiffer vor allem im 2. Spielabschnitt wie sie wollten. Letzterer hatte nach der 1. Halbzeit noch sein Wurfpech bemängelt. Ersterer zeigte vor allen in den entscheidenden Momenten der Schlussphase seine Extraklasse. Es war teilweise ein kurioses Spiel mit immer den gleichen Abläufen. Der HC setzte sich etwas ab, um dann den Gegner wieder stark zu machen (Jo-Jo-Effekt). Die Dresdner schoßen teilweise Pfosten und Latte rund und der Ball flog auch mal direkt von der Umrandung des Gästegehäuses als Konterpass zu den Thüringern. Zurückspringende Bälle flogen auch schon mal durch drei Dresdner durch und landeten bei Gegner. Das der HC zudem knapp ein Drittel des Spieles in Unterzahl auf der Platte stand, machte das ganze nicht einfacher und die 28 Gegentore verschmerzbar. Was die Dresdner aber gerade im Angriff spielten, wirkte allerdings an diesem Tag teilweise zäh wie alter Kaugummi.

Die 0:1 Führung der Gäste in der 1. Minute war die einzige im ganzen Spiel. In der Folge konnten sich die Landeshauptstädter auf 6:2 absetzen. Der Ziegelheimer Torschütze vom Dienst David Heinig begann mit einigen Fahrkarten. Insgesamt hatte man das Gefühl, dass den Gästen die offensive Deckung der Dresdner nicht passte. Bis zur 15. Minute blieb es bei dem Vorsprung (9:5). Dann verlief das Spiel nach dem besagten Jo-Jo-Prinzip (Spielverlauf bis zum Pausentee: 9:8; 13:10; 13:12; 16:13). Die Dresdner verpassten es immer wieder, sich vor allem in eigener Überzahl entscheidener abzusetzen. Gerade dieses Überzahlspiel war in der 1. Halbzeit kontraproduktiv, statt Tore zu erzielen, kassierte man Treffer. Die 16:13 Halbzeitführung war also verdient, fiel aber eben mit 3 Toren so aus, das der Gegner weiter in Schlagdistanz blieb.

In der 2. Halbzeit hatten die Hausherren bis zur 42. Minute eine 23:18 Führung herausgeworfen. Es schien alles in geordneten Bahnen zu verlaufen. Gleiches galt auch für den Zwischenstand von 25:21 in der 46. Minute. In der Nachbetrachtung ist klar, dass sich der spielerische Jo-Jo-Effekt der Dresdner irgendwann rächen würde. In diesem Sinne hatte sich der LSV Ziegelheim den 26:26 Ausgleich in der 53. Minute auch redlich verdient. Die Dresdner behielten aber wie schon so oft in der Saison die Nerven und entschieden mit 3 Toren in Folge (29:26; 56. Minute) das Spiel. Zwar kamen die Gäste noch dreimal auf 2 Tore heran (29:27; 30:28; 31:29), konnten aber in der entscheidenden Phase dann keine Akzente mehr setzten.

Warum stehen die Dresdner in der Tabelle ganz oben? Genau, weil man auch solche Spiele gewinnt. Die Dresdner haben auch in engen Situationen gute Nerven. Die Leistung des HC wirkte über weite Strecken uninspiriert und vor allem im Angriff wurde zu oft körperloser Handball gespielt. Das Tempo nahmen die Elbflorenzer auch unverständlicherweise immer wieder aus dem Spiel. Warum dies so war bedarf einer Analyse. Der LSV Ziegelheim zeigte von allen potenziellen Abstiegskandidaten die sich bis jetzt in Dresden vorstellten, die Leistung mit dem gefestigsten Selbstverständnis. D. h., einfach sein Spiel zu spielen, unabhängig von Gegner und Tabellensituation. Jenes könnte für die letzten 4 Spiele entscheidend sein. Zumal das Programm der Ziegelheimer einige Punkte bereithalten könnte.

Als man den Ziegelheimern Spielern nach dem Spiel für den Weg zum Klassenerhalt alles Gute wünschte, war die Antwort in Richtung Aufstieg aus Sicht des HC überraschend.

Tore: Möbius 2, Rudow 8, Scholz 2, Pfeiffer 9, Mertig 2, Lumpe 5/1, Grießbach 1, Kovanovic 1, Müller, Geyer, Schaarschmidt, Kaiser, Wagner/Resimius (Tor)

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