HC mit Torrekord zur Verteidigung der Tabellenführung

 

Fassungslose Gesichter beim TuS Radis nach dem Spiel, strahlende Gesichter dagegen bei den Hausherren aus Dresden. Der HC hatte in den 60 Minuten davor den TuS-Mannen von Trainer Wolfhard Mensch ganz "traditionsbewusst" (siehe TuS-Gründungsjahr) 47 Tore eingeschenkt. Die mitgereisten TuS Fans hatten mit ihrer Mannschaft fast 45 Minuten einen potentiellen Abstiegskandidaten gesehen. Dementsprechend hatten die TuS Fans nach dem Spiel Gesprächsbedarf und Trainer Mensch versuchte das Defensivdebakel in Worte zufassen. Es viel ihm sichtlich schwer zu erklären was er in 60 Minuten von seiner Mannschaft gesehen hatte.

 
Bei den Dresdner war vor dem Spiel schon klar, dass Lars Lumpe (Rückenprobleme) nur bei Siebenmetern eingesetzt werden soll. Ebenso wollte man den nach Krankheit erst eine Woche wieder im Training befindlichen Matthias Rudow, nach und nach aufbauen. Auch wenn im Handball viel möglich ist, dass Spiel zwischen dem HC und den Radisern war nach 17. Minuten und einem Spielstand von 13:5 defacto entschieden. Sicher sieht das keiner der rund 250 Zuschauer in der Nachbetrachtung anders. Insgesamt war es wohl eine der besten Halbzeiten, die die Dresdner in dieser Saison gespielt haben. Vor allem in den ersten 20 Minuten wussten die Hausherren in allen Belangen zu überzeugen. Krönung war ein Kempatrick in der 18. Min., welchen der wiedergenesene Sebastian Geyer zum 15:7 versenkte. Alleine die Aufbauachse Scholz, Kovanovic und Möbius traf nach belieben. 15 Treffer legte diese Trio in der 1. HZ den HClern in den Gabenkorb. Die 24:14 Halbzeitführung dokumentierte die Dresdner Überlegenheit auch in Toren.
 
 
 
Die Dresdner wechselten zur 2. HZ nahezu komplett und stellten zudem die Abwehr um. Außerdem setzte man den einen oder anderen Spieler auf ungewohnter Position ein und das durchaus erfolgreich. Die 2. HZ begann gut, der HC traf 5mal in Folge und baute die Führung auf 29:14 aus (37. Min.). Im Tor konnte Maik Wagner mit glänzenden Paraden da weitermachen, wo Jan Resimius in der 1. HZ aufgehört hatte. Das Ergebnis im Angriff war in der 2. HZ vor allem der "Pfeiffer & Kaiser Show" geschuldet. Beide erzielten zusammen 13 Tore. Nach dem 31:16 in der 38. Min. schaffte es die Dresdner nicht mehr in Gänze die Konzentration in der Abwehr zu halten. In der Folge entwickelte sich bis zur 50. ein "Hin und Her Handball", welcher sicher beiden Trainern nur bedingt gefiel. Obwohl die Radiser zwischenzeitlich mal wieder auf 10 Tore verkürzen konnten, gab es am 47:34 Sieg nicht zu deuteln.
 
 
 
Fazit: Am Ende natürlich ein souveräner und nie gefährdeter Sieg. Das die Mannschaft im Blick auf die 60minütige Überlegenheit, es in der 2. HZ nicht immer schaffte sich in der Abwehr richtig zu positionieren, ist dabei etwas zu verstehen. Wenn man die bisherigen Auswärtsergebnisse und dazugehörigen Spielverläufe des TuS Radis mit einbezieht, haben die Dresdner mit dem Sieg ein Ausrufezeichen gesetzt. Das Spiel hat auch gezeigt, das die Ausgeglichenheit der Dresdner ihr stärkstes Pfund ist. Derzeit kann man jeden aufstellen, die Leistung stimmt. Auch ist beim HC seit dem Spiel in Bad Blankenburg wieder ein kontinuierliche Steigerung zu erkennen. Die Dresdner haben damit ihre Tabellenführung eindrucksvoll verteidigt und sind derzeit mit 31,7 Toren pro Spiel die Tormaschine der Liga.
 
 
 
Tore: Möbius 6, Schaarschmidt 1, Scholz 4, Pfeiffer 5, Mertig 3, Geyer 5, Lumpe 3/3, Grießbach 2, Kaiser 9, Müller 1, Kovanovic 8, Rudow, Resimius/Wagner (beide Tor)

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