HC reist zum bisherigen Saisonhöhepunkt nach Thüringen

Platz 1 gegen Platz 2, beste ungeschlagene Heimannschaft gegen die beste ungeschlagene Auswärtsmannschaft und bester Angriff gegen beste Abwehr, vieles macht das Spiel des HSV Bad Blankenburg gegen den HC Elbflorenz zu etwas Besonderem. Der Trainer des HSV Frank Ihl bezeichnete das kommende Spiel zuletzt: „Als das Spiel des Jahres.“ Auf der Homepage ist vom „Spiel der Spiele“ die Rede. Es gibt sogar ein Spieltags-T-Shirt. Der Reiz der Partie wird außerdem durch die Unterschiedlichkeit beider Teams erhöht.

Während der HSV ein thüringsches Team mit internationalem Touch ist, geht es bei den Dresdner weniger international zu. Während der HSV mit dem jungen Paul Weyhrauch einen hervorstechenden Topakteur und bisherigen Ligatoptorschützen besitzt, kann bei den Dresdnern bisher kein Spieler solch einen Status sein eigen nennen. Insgesamt aber, ist der Schwung aus dem ersten Saisondrittel bei den Mannen von Frank Ihl etwas abgeebt. Eine Tendenz welche schon vor der Winterpause zu erkennen war. Zuletzt hatten die HSVler mehrfach etwas mehr Mühe ihr Spiel durchzubringen, was der vorhandenen Qualität im Thüringer Kader jedoch keinen Abbruch tut. Am letzten Ligaspieltag ließen die Thüringer allerdings einen Punkt in Freiberg liegen. Abgesehen vom jungen Aufbauspieler Weyhrauch haben die Thüringer natürlich noch mehr Qualität zu bieten. Vor allem auf den erfahrenen Linkshänder Igor Ardan und Kreisspieler Ivo Havel kann Trainer Frank Ihl eigentlich immer zählen, gerade wenn es eng wird. Auch auf Grund dieser Qualität ließ das thüringsche Team in eigener Halle bisher nichts anbrennen. Auch wenn Mannschaften wie Ziegelheim, Hermsdorf oder auch Köthen teilweise Schwächen des HSV bei Heimspielen aufzeigen konnten. Die Halle in Bad Blankenburg wird sicher am Sontntag mehr als sehr gut gefüllt sein, um den Ligakracher zu sehen. Der HSV hat auf Grund des Heimvorteils eine leichte Favoritenstellung inne.

Selten kommen die Dresdner in die Situation mal nicht als Topfavorit in ein Spiel zu gehen. Auf der anderen Seite gibt es wohl in der diesjährigen Oberliga nur eine Mannschaft, die das Niveau der Bad Blankenburger mitgehen konnte und diese Mannschaft spielt in Dresden. Die Dresdner haben es also vor allem selber in der Hand, was in Thüringen möglich ist. Das Potenzial den Heimnimbus des HSV zu brechen, hat die Mannschaft aus der sächsischen Landeshauptstadt ohne Frage. Mit welchem Kader die Landeshaupstädter dieses Ziel angehen wollen ist dabei noch unklar und entscheidet sich kurzfristig. Der Sieg im Sachsenpokalhalbfinale gegen die Grubenlampe aus Zwickau brachte für die Dresdner die Möglichkeit sich gezielt auf Bad Blankenburg vorzubereiten. In diesem Sinne stand das Ergebnis beim ZHC auch nicht im Vordergrund. Die Zwickauer verkörpern quasi die kleine Kopie des Spielstils der Bad Blankenburger. Des Weiteren war das Spiel wichtig für den Spielrythmus. Der HC ist auch auf Grund einer sehr guten Trainingswoche also gut vorbereitet. Die Dresdner freuen sich auf das Spiel in Bad Blankenburg und hoffen auch auf einige Unterstützung von den Rängen. Eine Dresdner Fangruppe wird sich zusammen mit der Mannschaft auf den Weg nach Thüringen machen. Bleibt nur noch zu sagen: „Wir sind bereit.“

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