Der Club aus Dresden hat gute Karten im Aufstiegsrennen

DRESDEN. Spätestens seit dem vor gut zwei Wochen überraschenden 31:27 Sieg beim bis dahin ungeschlagenen HSV Bad Blankenburg wird der HC Elbflorenz Dresden in der Oberliga Mitteldeutschland als einer von drei Titelfavoriten hoch gehandelt. „Ich glaube aber nicht, dass dieser Sieg schon einen Vorentscheidung war“, winkt Teammanager Henryk Leischke vorerst einmal ab. Dafür sei die Saison noch zu lang. „Aber es war ein wichtiger Schritt“, lässt Leischke gelten, zumal der dritte Meistersfavorit, der Drittliga-Absteiger HG Köthen am 29. April noch in Dresden antreten muss.

Drittligatauglich

Der HC Elbflorenz hatte sich zu Saisonbeginn durch die hochkarätigen Neuzugänge wie Jan Resimius (ESV Lok Pirna), Lars Lumpe (ESV Lok Pirna), Vladan Kovanovic (TSV Neuhausen/Filder), Christian Möbius (ESV Lok Pirna) und Phillip Grießbach (SG LVB Leipzig) qualitativ noch einmal zur Vorsaison verbessert. In der Winterpause ist Matthias Rudow vom Drittligisten Dessau Roßlauer HV hinzugekommen.
„Des Weiteren betreiben wir in einigen Bereichen mit der Mannschaft einen Aufwand der drittligatauglich ist. Auch verstehen die Spieler die Spielphilosophie des Trainers immer besser“, ergänzt Teammanager Henryk Leischke. Gute Gründe des bisher so hervorragenden Abschneidens. Dafür sorgt auch Trainer Holger Winselmann (48), der jahrelang eines der Aushängeschilder des ostdeutschen Handballs und auch Kapitän der ehemaligen DDR-Auswahl war: „Die Mannschaft ist mit der derzeitigen Platzierung im Soll. Wir mischen in der Spitzengruppe mit und auch die Meisterschaft ist möglich. In den letzten Jahren ging es immer darum, die Mannschaft weiterzuentwickeln und mittelfristig wollen wir in die 3. Liga. Diese Punkte bestimmen auch die Arbeit in dieser Saison.“

Etablieren

"Der HC Elbflorenz ist ein gesunder bodenständiger Verein, der in welcher Liga auch immer nicht über seine Verhältnisse arbeiten wird“, betont Teammanager Henryk Leischke: „Basierend auf diesem Prinzip ist der Verein sich sicher wirtschaftlich die 3. Liga zu stemmen. Die Mannschaft würde sich bei einem Aufstieg nur wenig verändern, da wir auf ein eingespieltes Team setzen. Jedoch würden diese Zugänge absolut tauglich für die 3. Liga sein. Dabei ist allen Beteiligten klar, dass es zunächst nur darum gehen kann in der stärksten 3. Liga aller Zeiten zu bleiben.“
Aufgabe des HC werde es mittelfristig sein Dresden wieder überregional auf die Handballlandkarte zu bringen und die Dresdner für diesen Sport zu begeistern. Des Weiteren will der Verein in Zukunft die Jugendarbeit ausweiten. Gerade in diesem Bereich gebe es in Dresden noch viel brachliegendes Potenzial, das für die Zukunft aktiviert werden soll.


FERDINAND JACKSCH – HANDBALLWOCHE – 28. Februar 2012

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