30. Spieltag: HSC 2000 Coburg II vs. HC Elbflorenz 28:24 (15:11)

(c) HC Elbflorenz #medienwart

HC Elbflorenz sagt der 3. Liga in Coburg Tschüss

Nach Monaten der mentalen und körperlichen Höchstanspannung, nach Monaten am ständigen Limit war klar, dass das Spiel Coburg vom Kopf her kein einfaches wird. Es war für die Dresdner ein absolut bedeutungsloses Spiel, denn sie standen schon vorher als Meister fest. Für den HSC Coburg II ging es allerdings um etwas, nämlich den sicheren Verbleib in der 3. Liga. Um diesen Verbleib zu bewerkstelligen, hatten sich die Franken Verstärkung aus der 1. Liga geholt. Einmal war der auf Halbrechts spielende Stefan Lex und zum anderen mit Florian Billek der wohl konstanteste Leistungsträger des Bundesligateams dabei. Billek begleitete wie im Bundesligateam die Rechtsaußenposition. Die Dresdner mussten neben dem verletzten Rico Göde auch auf Martin Hruscak verzichten, denn der weilte bei der slowakischen Nationalmannschaft. Man merkte dem Dresdner Spiel später an, dass diese wichtige Alternative etwas fehlte.

Ab der 6. Minute führten die Gäste aus Coburg die Partie an und gaben die Führung dann über die gesamte verbleibende Spielzeit nicht mehr ab. Die Dresdner waren vorher nach nur 34 Sekunden durch Tim-Philip Jurgeleit mit 0:1 in Führung gegangen. Diese Führung hatte der HSC durch Spielmacher Benedikt Keller (18 Jahre) schnell wieder ausgeglichen. Der Jugendnationalspieler zeigte verschiedentlich sein großes Talent und lieferte sich mit HCE-Youngster Adrian Kammlodt (21 Jahre) ein packendes Duell im Bereich dynamische Finten. Gleich von Beginn an war sehr viel Feuer in der Partie, vor allem Bundesligaspieler Stefan Lex wirkte etwas über den Punkt motiviert. So hatte er schnell zwei Zeitstrafen kassiert, einmal für einen Gesichtstreffer und einmal ging er René Boese beim Konter in der Luft an. Des Weiteren verletzte sich dann auch noch Florian Billek in der 14. Minute und konnte nicht mehr am Spiel teilnehmen. Diese Umstände stoppten den HSC-Run (9:3 nach 13. Minuten) etwas und der HC Elbflorenz kam gleichzeitig etwas besser ins Spiel. So konnten die Sachsen auf 9:7 und später sogar durch einen Boese-Konter auf 10:9 verkürzen. In der Folge fanden die Dresdner aber nicht die richtigen Mittel gegen die von Routinier und Ex-Bundesligaspieler Jonathan Rivera gut organsierte HSC-Abwehr und so gingen die Gastgeber mit einer 15:11 Halbzeitführung in die Kabine.

Die 2. Halbzeit endete dann unentschieden, wobei die Dresdner nur in der 35. Minute (17:15) und am Ende der Partie noch einmal an einem besseren Ergebnis schnupperten. Ansonsten war es vor allem der HSC-Halblinke Andreas Wolf der traf und traf. Sechs seiner neun Tore erzielte er in der 2. Halbzeit. Dadurch und auch durch einige Dresdner Fehler führten die Hausherren in der 54. Minute klar mit 27:21. In der Schlussphase konnten die Gäste dann noch etwas zur Resultatsverbesserung beitragen und so endete die Partie 28:24.

Fazit: Der HSC Coburg II gewann das Spiel absolut verdient und hatte vor allem im Angriff mit dem Halblinken Andreas Wolf einen wichtigen Faktoren in seinen Reihen. Zudem ging an diesem Tag auch das Torhüterduell an die Bundesligareserve. Auf den Rängen ging es bei den knapp 400 Zuschauern sehr stimmungsvoll zu, wobei die knapp 30 Dresdner Fans wieder sehr zu dieser Stimmung beitrugen (phänomenal). Der Dresdner Mannschaft gilt ebenso Respekt, denn die hängte sich in dieses bedeutungslose Spiel noch einmal richtig rein. Jedoch kamen Körper und Geist nicht mehr so zusammen wie in den letzten intensiven Monaten und das wird wohl jeder verstehen. So endete die Saison wie sie begann mit einer Niederlage, aber das dazwischen war der reine Wahnsinn. (:

Ein besonderer Dank gilt noch einmal den Dresdner Fans. Die Stimmung war wieder grandios!!! Was Ihr diese Saison geleistet habt, ist nicht hoch genug einzuschätzen!!!

Tschüss Tjark, Ruud, Lars und René. Es war schön mit euch und ihr seid jederzeit willkommen!!!

Mach es gut 3. Liga Ost. Du hast uns viele Jahre Freude gemacht, aber dort wo wir jetzt hingehen ist es einfach noch schöner. Das verstehst du doch!(:

Meinl/Tovas, Bastian, Hartmann, Hoffmann, Jurgeleit 6/3, Boese 5, Buschmann 2, Desler 1, De Santis 2, Kretschmer 3, Greß, Kammlodt 3, Quade 2

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