21. Spieltag: HC Elbflorenz vs. HSV Hannover 33:26 (13:14)

„Serientäter HCE“ – Dresden knackt auch Hannover

„Serientäter HCE“ – Dresden knackt auch Hannover

Die Dresdner begannen vor erneut mehr als 500 Zuschauern schlecht und den Hannoveranern gelang in der 1. Halbzeit ein ganze Weile alles. Dabei ist das Wort „alles“ bis zur 15. Minute keineswegs übertrieben, denn bis zur 11. Minute traf der HSV bei 7 Versuchen 7mal. Seinen ersten technischen Fehler beging der HSV erst in der 15. Minute. Stark spielten die Niedersachsen auf und der HC Elbflorenz brauchte bis zur 21. Minute, um überhaupt eine gewisse Tuchfühlung aufzunehmen. Da hatte Tim-Philip Jurgeleit gerade per Konter zum 8:10 getroffen. Der HSV seinerseits knüpfte nahtlos an die letzten Auftritte an. Die Dresdner hingegen eher nicht. Auch eine Auszeit in der 9. Minute durch den HCE half da kurzfristig gesehen nichts. Bis zum 9:13 per Siebenmeter, durch den in der 1. Halbzeit stark aufspielenden HSV Kreisläufer Milan Mazic, änderte sich nichts Entscheidendes, denn der HSV gab weiter den Ton an. Danach erwachten die Dresdner so nach und nach. Das 10:13 fiel bei angezeigtem Zeitspiel durch den HCE-Halblinken Nils Kretschmer. Gleiches gelang ihm dann noch einmal beim 12:14. Beim 11:14 hatte der HSV seinerseits eine Auszeit genommen, denn HSV-Trainer Stephan Lux hatte wohl schon im Gefühl, dass sich das Spiel langsam drehte. Beweis dafür - dem HC Elbflorenz gelang in der 29. Minute durch Gabriel De Santis das 13:14 und wenige Sekunden vor Schluss hatte man sogar noch die Chance zum 14:14. Letztes gelang aber nicht. Den Niedersachsen muss man eine ganz starke Halbzeit bescheinigen und den Dresdnern, dass sie in zu vielen Bereichen nicht bei 100 Prozent waren.

In der 2. Halbzeit sollte sich dann viel ändern und sicher hatten auch die Hannoveraner schon im Gefühl, dass sie in der 1. Halbzeit vielleicht teilweise über ihrem Limit gespielt hatten. Als erstes holten sich die Dresdner in der 33. Minute durch Tjark Desler die erste Führung im Spiel (16:15). Dass die Niedersachsen nicht gewillt waren schnell aufzugeben, zeigten sie jedoch in dieser Anfangsphase noch einmal. Bis zur 36. Minute holten sie sich die Führung nämlich wieder zurück. Der stark spielende Philip Müller traf aus dem Aufbau zum 17:18. Die Dresdner trafen nun dreimal in Folge. Erst war es der vor allem in der 2. Halbzeit furios aufspielende Gabriel De Santis, dann ein Treffer vom ebenso starken Tim-Philip Jurgeleit und am Ende der Trilogie der Treffer zum 20:18 von Kreisspieler Henning Quade. Danach ging es etappenweise dahin für die Gäste. Auch weil der beim Stand von 17:18 eingewechselte Marcel Balster im Tor einige Paraden zeigte. Dem HSV fiel zunehmend weniger ein. So war bspw. der Toptorschütze der Gäste Milan Mazic in der 2. Halbzeit kein Faktor mehr. Bis zur 45. Minute zogen die Dresdner auf 24:20 davon und weil den Gästen zwischen der 46. und 49. Minute kein Treffer mehr gelang, den Dresdnern aber drei, war das Spiel beim 27:21 entschieden. Ausdruck fand das in einem krachenden Schlagwurf, den Gabriel De Santis zum 27:21 im HSV-Tor „unterkrachte“. In den letzten 10 Minuten gestaltete sich das Spiel wieder etwas ausgeglichener und der HC Elbflorenz gewann am Ende auch in der Höhe verdient mit 33:26.

Fazit: „Wochen am Limit“, so bezeichnete der Dresdner Trainer Christian Pöhler die Gesamtheit der letzten Partien. Die nun folgende kleine Spielpause begrüßte er. Dass sich auch die Dresdner vieles hart erarbeiten müssen, zeigte die 1. Halbzeit. Warum sich die Sachsen aber mittlerweile Spitzenteam nennen dürfen, zeigten sie dann im 2. Durchgang. Bei 10 verschiedenen Torschützen kann man außerdem erneut von einer starken Mannschaftsleistung sprechen. Mit dem 9. Sieg in Folge und 17 Siegen aus den letzten 18 Spielen schaffte es der HCE sogar erstmalig in seiner Drittligageschichte an die Tabellenspitze. Es gibt derzeit drittligaübergreifend nur ein Team, das nach dem 3. Spieltag stabilere Ergebnisse bringt als der HC Elbflorenz (und da reden wir von einem Punkt mehr auf der Habenseite). So stabil (siehe Vorbericht Hannover) hatte ja vor der Partie nicht jeder den HCE gesehen. Aber vielleicht geht dem Mann mit der „Beleuchtungsstärke im Namen“ auch noch ein Licht auf.

Tore: Balster/Tovas (Tor), De Santis 8, Jurgeleit 8/2, Boese 2, Hruscak 3, Buschmann 3, Desler 1, Göde 1, Kretschmer 3, Hoffmann, Greß, Kammlodt 1, Quade 3

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