13. Spieltag: HC Elbflorenz vs. TSV Burgdorf II 32 : 25 (18:10)

HC baut Heimserie aus

HCE in eigener Halle weiter eine Klasse für sich

„Reden ist Silber und Schweigen ist Gold“, dachten sich die Burgdorfer wohl bei ihrer Vorberichterstattung auf das Spiel in Dresden. Vielleicht sehen wir ja in der Nachberichterstattung dann doch einen „Silberstreif am Burgdorfer Berichterstattungshorizont“. Na mal sehen, wir halten die Augen nach einer kleinen „textlichen Sternschnuppe“ offen. (:

Ob die Burgdorfer nach der 1. Halbzeit auch gerne eine Sternschnuppe gesehen hätten, um einen Wunsch zu formulieren? Man weiß es nicht! Was wir wissen: als die 1. Halbzeit vorbei war, stand die junge Burgdorfer Mannschaft noch vor verschlossener Kabinentür und diskutierte schon lautstark über die ersten 30 Minuten. Dazu hatten sie auch allen Grund, denn sie lagen 18:10 zurück. Dabei hatte es bis zum 7:5 in der 13. Minute doch ganz gut für die Bundesligareserve ausgesehen. 3 der 5 Treffer, nämlich die ersten 3, hatte für den TSV Jago Mävers erzielt. Der junge Aufbauspieler spielte zwar viel auf linken Rückraumposition, hielt aber im Sinne eines Spielmachers nahezu im gesamten Spiel die Fäden in der Hand. Ihm gelangen an diesem Tag 7 Tore. Da seine Teamkollegen ihm in Form von Leistung allerdings zu selten folgen konnten, reichte es an diesem Tag für den TSV einfach nicht. Als der HC Elbflorenz nach dem 7:5 in den zuletzt üblichen Heimmodus schaltete, kamen die Gäste einfach nicht mehr mit. Zum einen wurde immer klarer, dass die Hausherren auf der Torhüterposition mehr als erwartet die Nase vorn hatten. Außerdem zeigten die Niedersachsen im Rückzugsverhalten immer wieder große Schwächen. Vielleicht sprach auch darum TSV-Trainer Heidmar Felixson nach dem Spiel im Bezug auf seine Defensive von einem „Schweizer Käse“. Das es in der Schweiz den besten Käse eigentlich ohne Löcher gibt, hatte er vielleicht vergessen (:. Aus dem 7:5 machten die Dresdner so durch Greß, Buschmann, Boese, zweimal Quade und Jurgeleit einen 13:5 Vorsprung. Das war im Rückblick die spielentscheidende Phase. Erst ab der 20. Minute konnten die Gäste wieder mithalten, was für den Zwischenstand von 18:10 nach 30 Minuten für das Heimteam sorgte.

In der 2. Halbzeit zeigte sich dann teilweise die Klasse des Burgdorfer Ausbildungssystems. Erstens kann man den jungen Niedersachsen eine positive Mentalität bescheinigen, denn auch wenn sie mit teilweise 10 Toren zurücklagen, machten sie viel mehr richtig als im 1. Spielabschnitt. Die Dresdner hielten dagegen die Zügel zu oft etwas locker in der Hand. Zweitens hatte sich TSV-Trainer Felixson in der Pause etwas einfallen lassen und seine Mannschaft setzte es ganz gut um. Nicht nur dass er vor allem gegen die beweglichen Sebastian Greß und Arseniy Buschmann sehr offensiv decken ließ, er setzte zudem des Öfteren auf den 7. Feldspieler. Beide Maßnahmen griffen ganz gut, auch wenn sie keine entscheidende Wende im Spiel brachten. Die Dresdner müssen sich am Ende vielleicht vorwerfen lassen, dass sie mit Sicherheit 35 bis 40 Toren hätten werfen können/müssen. Gerade in den letzten 10 Minuten fehlte zu oft die letzte Konsequenz in Abwehr wie im Angriff.

Fazit: Die Dresdner sind in eigener Halle weiter eine Klasse für sich. Die letzten 7 Heimpartien wurden allesamt gewonnen und das oft deutlich. Gegen junge Burgdorfer reichten 30 Minuten „Vollgas“, um das Spiel zu entscheiden. In der 2. Halbzeit ließ man sich einige Leistungsspitzen offen, auch wenn man den Niedersachsen gerade in Halbzeit 2 eine tadellose Einstellung und starken Kampfeswillen bescheinigen muss. Erfreulich war erneut die gut besuchte Halle. Vor allem mit ihren Heimauftritten haben die Dresdner zuletzt Werbung für den Handballsport betrieben.

Für die Dresdner folgen nun noch zwei schwere Auswärtsaufgaben beim TV Gelnhausen sowie bei der SG LVB Leipzig. Wie wichtig beide Partien sind, zeigt das Ergebnis in Coburg, denn nun ist auch die letzte Mannschaft wirklich „in der Liga angekommen.“ (:

Was nicht vergessen werden soll: Es gab fast nicht genug Spieler und dementsprechend Hände für alle Einlaufkinder an diesem Tag. Der Grund dafür war, dass die Dresdner alle Kinder, welche sie in sogenannten Ganztagsangeboten in Dresdner Schulen betreuen, zum Spiel eingeladen hatten. Wirklich eine tolle Aktion! Alle dürfen gerne wiederkommen!

Tore: Tovas/Balster (beide Tor), Hruscak 2, Jurgeleit 6/2, Boese 5, Buschmann 2, Desler, Göde 1, De Santis 2, Kretschmer 3, Hofmann, Greß 4, Kammlodt 2, Quade 5

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