11. Spieltag: HC Elbflorenz vs. HSG Hanau 34:19 (18:7)

HC Elbflorenz erneut sehr dominant

HC Elbflorenz erneut sehr dominant

Der HC Elbflorenz schwingt derzeit in den Heimspielen den großen „Besen“. Zuhause putzt es sich halt am besten. Wurde letzte Woche Kirchzell aus der Halle „gefegt“, war diesmal die HSG Hanau an der Reihe und das fast noch gründlicher als in der Vorwoche. Aus Sicht der Dresdner Fans kann das gesamte Team diesen „Putzfimmel“ noch lange Zeit behalten.

„Das Spiel war nach 10 Minuten beim 9:3 entschieden“ sagte HSG-Trainer Patrick Beer nach der Partie. Das was der Gästetrainer sagte, zeigte eindrucksvoll, was die Zuschauer nicht nur in den ersten 10 Minuten sahen, sondern fast die gesamte 1. Halbzeit. Wahrscheinlich die beste 1. Spielhälfte der bisherigen Saison. Die Dresdner traten fast 30 Minuten am Stück extrem dominant auf. Vor allem die Dresdner Abwehr mit einem starken Marcel Balster dahinter ließ den Gästen fast keine Entfaltungsmöglichkeiten. Vier Feldtore der Gäste in 30 Minuten sprechen dann auch eine klare Sprache. Der HC Elbflorenz hingegen traf um einiges hochfrequenter als die Hessen. Erneut waren darunter die gesamte Spielzeit über viele Tore aus Konterangriffen oder der 2. Welle. Diese Qualität ist derzeit so stark ausgeprägt wie noch nie bei den Sachsen. Es lief gerade einmal die 7. Minute, als sich HSG Coach Beer zu einer Auszeit genötigt sah. 14 Minuten später mussten die Gäste dann erneut eine „zeitliche Notbremse“ in Form einer Auszeit ziehen. Zu diesem Zeitpunkt stand es 10:4 für die Hausherren, die von außen wieder super von ihren Fans unterstützt wurden. Insgesamt brachten beide Auszeiten nicht viel ein. Dabei hatte sich das Team aus der Geburtsstadt der Gebrüder Grimm doch einiges ausgedacht. Mit einer sehr offensiven Abwehr wollte man die Dresdner „Heimangriffsmaschine“ früh stoppen. Doch dies gelang von Anfang an nicht. So war es in den ersten Minuten der erneut stark aufspielende Arseniy Buschmann, der die Hanauer Abwehr eins ums andere mal düpierte. Außerdem war da noch der HC Elbflorenz-Halblinke Adrian Kammlodt, der zwischen der 18. und 41. Minute 8 Treffer zum Sieg beisteuerte. Er war es auch, der in der 29. Minute das Tor zum 17:7 erzielte und damit erstmals im Spiel die Dresdner mit 10 Toren in Führung brachte. Bis zur Halbzeit stand es dann sogar 18:7. Ein Tor warf dabei auch Marcel Balster, sein erstes  als Torwart in 5 Jahren HC Elbflorenz.

„Allerdings müssen wir über die letzten paar Minuten und auch so die Zwischenphasen reden, in denen wir Hanau einfach zu viel Luft gelassen haben und sie dann entsprechend auch zu vielen einfachen Toren haben kommen lassen“, sagte Christian Pöhler nach dem Spiel. An dieser Aussage erkennt man natürlich sowohl den Perfektionisten im Trainer des HC Elbflorenz als eben auch, dass die Mannschaft immer noch Luft nach oben hat. Trotz kleiner Schwächephasen der Hausherren änderte sich an der klaren Rollenverteilung in den zweiten 30 Minuten allerdings nichts. Zu erwähnen sei noch, dass bei den Hessen Aufbauspieler Yaron Tillmann die sogenannte „Wurfkarte“ gefunden hatte und so insgesamt beeindruckende 10mal treffen konnte. Sein Markenzeichen dabei - unhaltbare Würfe in den rechten Knick, mit Pfosten- und Lattenberührung. Doch auch wenn der HSG-Halblinke traf, die Dresdner trafen häufiger und so bauten die Sachsen den Vorsprung bis zum Endergebnis von 34:19 nach und nach aus.

Fazit: „Wir haben schon gegen Hildesheim und Großwallstadt gespielt, aber Dresden ist, so wie sie sich heute präsentiert haben, mit Abstand die stärkste Mannschaft in dieser Liga“, sagte Gästetrainer Beer als Fazit nach der Partie. Die Dresdner wissen diese Aussage genau und realistisch einzuschätzen und brauchen trotzdem an diesem Spiel nichts kleinreden, denn auch so einen Gegner muss man erst einmal so deutlich besiegen. Die Hessen hatten bisher bei den Spitzenteams auswärts sehr guten Leistungen gezeigt. Was der HC Elbflorenz in der 1. Halbzeit spielte war teilweise beeindruckend. Der 8. Sieg in Folge innerhalb einer Saison, das ist ein neuer HC Elbflorenz-Drittligarekord. Kein Drittligateam der Dresdner hatte dies vorher geschafft. Zusätzlich positiv ist auch, dass alle Spieler ihre Einsatzzeiten bekamen. Mit dem Sieg behaupten die Sachsen weiterhin den 2. Tabellenplatz und durch die erste Niederlage des Tabellenführers Eintracht Hildesheim kommt es nun am kommenden Wochenende zum absoluten Spitzenspiel bei der Eintracht. Und was war mit Tim-Philip Jurgeleit? Na was schon! Er hat sie wieder alle gemacht, alle 6! (:

Es ist zu hoffen, dass viele HC Elbflorenz-Fans dem Aufruf von Präsident Uwe Saegeling direkt nach dem Spiel folgen und in der kommenden Woche mit nach Hildesheim reisen.

Tore: Tovas/Balster (1)(beide Tor), Hruscak 1, Hartmann 1, Jurgeleit 6/6, Boese 3, Buschmann 5, Desler, Göde, De Santis 4, Hoffmann 1, Greß 3, Kammlodt 8, Quade 2

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