[mJB] HSV Weinböhla vs. HC Elbflorenz 16:10 (29:20)

"Tiger, ahuuuu!"

In der griechischen Mythologie kämpften einst 300 Spartaner gegen eine Übermacht des Perserkönigs Xerxes. Spätestens bei der Anzahl an Jungtigern, die sich zum Anpfiff beim Auswärtsspiel in der Nassau-Halle auf der Spielfläche befanden, hinkt dieser Vergleich gewaltig. Aber angesichts der vielen krankheits- und schulbedingten Ausfälle war die Lage im Punktspiel gegen den Tabellenführer ähnlich hoffnungslos. Der selbstgewählte Schlachtruf "Tiger, ahuuuu!" war wohl Sinnbild dafür. Der Wille, mit dem sich die 6 Feldspieler und einem etatmäßigen C-Jugendfeldspieler im Tor gegen die scheinbare Übermacht entgegenstemmten, war aller Ehren wert.

Über die Spezialität von Schlagwürfen und dem Spiel in der Kleingruppe hielt der HC Elbflorenz gegen den Tabellenführer bis zum 8:8 mit. Vor allem Michael und Maximilian legten die Schwächen von Weinböhla offen und lockten die devensive Abwehr heraus. Doch die vorgezogene Spitze schmeckte Elbflorenz wenig, da Weinböhla mit ihr die konditionellen und konstitutionellen Vorteile ausspielen konnten und zum 16:10-Halbzeitstand davon zogen.

Es war aber nicht die Überlegenheit die Weinböhla so deutlich davon ziehen ließ, sondern vielmehr die individuellen Fehler, die dem Aufbauspiel der Jungtiger zu schaffen machte. Zwang Elbflorenz Weinböhla einmal in den Positionsangriff, zeigte sich die Abwehr bissig und klug im Stellungsspiel. Die Abwehr reagierte nicht nur, sie agierte in einigen Aktionen hervorragend und kam zu Ballgewinnen. Alexander W. hielt dabei mit viel läuferischem Aufwand die Deckung hinten zusammen. Es waren jedoch immer wieder kleine Aussetzer einzelner Spieler, die den Druck in der Abwehr nicht aufrecht erhalten lassen konnten. Mit der Verstärkung von 3 C-Jugendlichen die verspätet von ihrem Punktspiel eintrafen, gab es dann endlich die ersehnten Auswechselmöglichkeiten, von denen Julius D. auf seiner linken Flügelseite Akzente setzen konnte. Sie halfen das Ergebnis versöhnlich zu gestalten.

Unterm Schlußstrich war der Tabellenführer in den entscheidenden Situationen cleverer. Doch die Jungtiger können mit einem guten Gefühl aus dem Spiel gehen, das mit 29:20 verdient an Weinböhla. Die Höhe schmerzt angesichts der Einsatzbereitschaft der Dresdner doch gewaltig. Nicht auszudenken, was an diesem Tag alle Spartaner hätten bewirken können.

Für den HC Elbflorenz 2006 spielten gegen HSV Weinböhla (Tore):

Robert (50 Min), Willem B. (5), Niklas (1), Elias, Julius D. (2), Alexander W. (1), Maximilian (3), Leander (2), Michael (6), Angus.

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