Gegen „Lieblingsgegner“ unter allen Erwartungen

Nach unserem Auftaktsieg vor zwei Wochen bei der SG Motor Cunewalde standen wir nun vor der nächsten Herausforderung, einem Auswärtsspiel in eigener Halle gegen den USV TU Dresden. Diese Spiele gegen unseren „Derbygegner“ sind immer etwas besonderes, hart umkämpft und spannend bis zum Schluss, weswegen wir hoch motiviert, auch durch sehr gute Trainingsleistungen, die Halle betraten.

Von „Spannung bis zum Schluss“ konnte man im heutigen Spiel jedoch nur in der Anfangsphase ausgehen, in der wir bei Spielständen von 4:5 bzw. 5:7 durchaus noch Chancen auf einen Sieg hatten. Gegen Mitte der ersten Halbzeit konnte sich die TU jedoch deutlicher absetzen, und manch einer bekam wohl langsam Zweifel, ob wir an die gute, extrem kämpferische Leistung des letzten Spieles anknüpfen können.

In der Halbzeitpause war bei einem Stand von 7:14 schon leichte Verzweiflung spürbar, da wir mit mehreren angeschlagenen Spielerinnen nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen konnten. Nichts desto trotz begaben wir uns frohen Mutes zurück aufs Spielfeld, immer noch in der Hoffnung, mit Hilfe der in der Vorbereitung oft gezeigten erstaunlich großen Motivation und Kampfbereitschaft noch einmal in das Spiel zurück zu finden. Doch schon nach wenigen Minuten war klar, dass es kaum noch möglich ist, hier etwas zu drehen. Viele der Mädels hatten sich aufgegeben, konnten selbst nicht verstehen, was da schief läuft, warum alle hinter ihren Leistungen zurück bleiben, wo doch der Saisonstart so gut verlaufen ist. Wir fanden schlichtweg keine Möglichkeiten mehr, gegen die kompromisslose Abwehr der TU-Mädels anzukommen und ihre durchaus vorhandenen Fehler zu unserem Vorteil zu nutzen.

Dass die gegen unsere Mannschaft verhältnismäßig hohe Anzahl „ausgesprochener“ Zeitstrafen für uns nicht immer nachvollziehbar war, kann keine Entschuldigung für unsere enttäuschende Leistung sein, mit der keiner von uns gerechnet hatte und mit der wir selbst in keinem Fall zufrieden sind. Über den deutlichen Endstand von 11:36 waren wir alle geschockt, doch aus den gemachten Fehlern werden wir lernen und uns nicht unterkriegen lassen. Nun gilt es nach vorn zu blicken, wartet doch am nächsten Samstag schon die SG Klotzsche, wieder in eigener Halle, auf uns, der wir uns mit altem Selbstbewusstsein und Siegeswillen stellen wollen.

Wir bedanken uns bei den zahlreich erschienenen Fans, die uns bis zum Schluss lautstark unterstützt und beigestanden haben, mit dem Versprechen, in den nächsten Spielen zu unserer Form zurück zu finden, die deutlich besser ist als die heute gezeigte.

Spielerinnen: Luise (1), Franka (4/3), Carolin (2), Laura (1), Wiebke (1), Madlen (2), Paula, Michelle, Tina, Rebecca (Tor)

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